Coronavirus: Sölden wird unter Quarantäne gestellt

Positive Testungen in Sölden und Entwicklungen in Arlbergregion machen weitere Isolierungsmaßnahmen erforderlich

Kategorien:  Gesundheit

Neben dem Paznauntal mit den Gemeinden Ischgl, Kappl, See und Galtür sowie der Gemeinde St. Anton am Arlberg, die bereits vergangenen Freitag unter Quarantäne gestellt wurden, werden diese Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für die Gemeinde Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg vollzogen. „Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann. Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar“, informiert Tirols Landeshauptmann Günther Platter.

Neben Sölden ist von dieser umfassenden Isolierungsmaßnahme auch St. Christoph am Arlberg betroffen. Bereits am Freitag letzter Woche wurde die behördlichen Quarantäneanordnung für das engere Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg vollzogen. Nach weiteren positiv getesteten Fällen in Lech am Arlberg, das direkt an St. Christoph grenzt, wird die Durchsetzung der Quarantäne auch für St. Christoph am Arlberg notwendig. „Die Gesundheit aller Menschen in unserem Land steht über allem. Wir versuchen in dieser schweren Zeit, jeden Tag unser Bestmögliches zu leisten und so viel wie möglich richtig zu machen und schnell zu handeln“, so der Landeshauptmann. Polizeiliche Checkpoints an den Ortsgrenzen werden derzeit eingerichtet.

Arlbergregion nun gesamt unter Quarantäne

Nachdem heute, Dienstag, nach einer Häufung von Infektionsfällen auch in der Vorarlberger Gemeinde Lech fünf Personen positiv getestet wurden und das Land Vorarlberg die Ortschaften Lech, Zürs, Stuben, Warth und Schröcken ebenso unter Quarantäne gestellt hat, appelliert LH Platter an die Bevölkerung: „All jene, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den betroffenen Gebieten in Tirol und Vorarlberg aufgehalten haben, sollen sich freiwillig häuslich isolieren. Damit tragen Sie wesentlich dazu dabei, das Risiko einer Weiterverbreitung aus diesen Gebieten zu verhindern.“

Generell gilt es, die Informationen von Seiten der Landessanitätsdirektion zu berücksichtigen:

Gesunde Personen sind angehalten, ihren Gesundheitszustand zu beobachten und sich sozial bestmöglich zu distanzieren. Bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist die Hotline 1450 zu kontaktieren.

Bei schweren Symptomen wie hohem Fieber, Atemnot oder einem schweren Krankheitsgefühl ist die Hausärztin/der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren. Nach Rücksprache erfolgt eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise bzw. ob eine häusliche Quarantäne unter Beobachtung des Gesundheitszustandes möglich oder ein Transport in das Krankenhaus notwendig ist.

Bei definitivem Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person gilt eine 14-tägige Quarantäne ab dem Zeitpunkt des Letztkontaktes.


Weitere Informationen zum Coronavirus

Kostenlose 24-Stunden-Hotline des Landes Tirol: 0800 80 80 30

Telefonische Gesundheitsberatung: 1450

Kostenlose 24-Stunden-Infoline der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit): 0800 555 621

Weiterführende Informationen finden sich unter Externer Link www.tirol.gv.at/coronavirus sowie unter Externer Link www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/ und in der Land Tirol App.