Coronavirus: Weitere Adaptierungen im öffentlichen Verkehr ab morgen, Dienstag

Screening-Straße in Innsbruck übersiedelt

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Die aktuellen Fallzahlen aus den Bezirken.

Das Land Tirol setzt gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Tirol und den Verkehrsunternehmen alles daran, den öffentlichen Verkehr auch weiterhin für die Bevölkerung im notwendigen Maß aufrechtzuerhalten und den Fahrgästen dabei gleichzeitig ein entsprechendes Platzangebot in den Fahrzeugen zu bieten. Die Rückmeldungen der Fahrgäste sind besonders in dieser Zeit ein wichtiger Gradmesser, um die richtigen Maßnahmen setzen zu können.

„Nach den heute eingegangenen konstruktiven Rückmeldungen der Fahrgäste werden im Frühverkehr – bereits ab morgen geltend – zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Es wird auf der Regiobus Linie 4176 von Telfs nach Innsbruck ebenso ein Verstärkerbus unterwegs sein, wie auf der Regiobus Linie 4165 von Oberperfuss über Ranggen nach Innsbruck“, verkündet die Tiroler Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe. Durch den zusätzlichen Bus, der von Telfs über die Autobahn nach Innsbruck fährt, wird auch die Auslastung des bestehenden Kurses über Zirl optimiert.

Zusätzliche Zuggarnituren

Auch bereits ab morgen werden zusätzliche Zuggarnituren in der Morgenspitze fahren, um den Pendlerinnen und Pendlern mehr Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen, um so den Gesundheitsabstand zu den Mitreisenden einhalten zu können. LHStvin Felipe: „In enger Abstimmung mit VVT und ÖBB, werden ab morgen von Landeck, Wörgl und Kufstein die Züge im Morgenverkehr mit jeweils einer Garnitur verstärkt. Zusätzlich bieten wir einen Zug ab Telfs - um 05:54 Uhr - mit Ankunft um 06:23 Uhr in Innsbruck und Weiterfahrt nach Kufstein.“

„Der Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist aktuell besonders wichtig, weshalb in enger Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen laufend Fahrplananpassungen vorgenommen werden. Der VVT führt dazu gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen seit Beginn dieser Woche Fahrgastzählungen durch, um entsprechende Auslastungen konkret festzustellen, auf diese dann auch schnellstmöglich reagiert werden kann“, so LHStvin Felipe.

Aktuelle Informationen finden die Fahrgäste unter vvt.at/corona – wir bitten um Verständnis, dass es noch bis Mitte der Woche dauern kann, bis diese Änderungen auch in der Fahrplanauskunft abrufbar sind.

Screening-Straße in Innsbruck übersiedelt

Seit 11. März gibt es in Innsbruck ein stationäres Screening Zentrum – dieses war bisher beim Baggersee aufgebaut. Damit die Testungen auf COVID-19 unabhängig von jeder Witterung durchgeführt werden können, übersiedelt diese Screening-Straße vorübergehend ab Dienstag, 24. März, in eine Kfz-Werkstätte in der Roßaugasse 9-11.

Am Prozedere ändert sich nichts: Für die Abwicklung arbeitet das Rote Kreuz samt ÄrztInnen mit der Feuerwehr, der Mobilen Überwachungsgruppe Innsbruck und der Polizei zusammen. Ein Test kann nur nach Freigabe durch die zuvor kontaktierte Gesundheits-Hotline 1450 aufgesucht werden und dient der Entlastung der ambulanten Screening-Teams. Die zu testende Person muss sich gesundheitlich in der Lage fühlen, mit dem eigenen PKW dorthin zu fahren. Sollte dies der Fall sein, bekommt sie ein SMS geschickt, das als „Eintrittsgenehmigung“ gilt. Sofern die Fahrtüchtigkeit nicht gegeben ist, wird wie bisher ein mobiles Screening Team entsendet.

Coronavirus: Die aktuellen Zahlen

Update Corona Tirol, Stand heute, Montag, 23. März 2020, 19 Uhr:

  • Positive Coronavirus-Testergebnisse: 1.131
  • Zunahme von Montagvormittag bis heute, Montagabend, 19 Uhr: 122 Personen
  • Zahl der mittlerweile genesenen Personen: 19
  • Zahl der verstorbenen Personen: 2 Z
  • ahl der bisher in Tirol durchgeführten Testungen: 8.856
  • Zahl der durchgeführten Testungen, für die ein Ergebnis vorliegt: 7.023
  • Zahl der noch in Auswertung befindlichen Testungen: 1.833

Bezirkszahlen der positiven Testungen im Überblick:

  • Innsbruck: 221
  • Innsbruck-Land:151
  • Landeck: 333
  • Imst: 81
  • Lienz: 47
  • Kufstein: 103
  • Schwaz: 76
  • Kitzbühel: 98
  • Reutte:18

Bei drei weiteren Personen wird die gesicherte Bezirkszuordnung derzeit abgeklärt.

Testungen Österreich:

Zahl der durchgeführten Testungen, für die ein Ergebnis vorliegt: 23.429

Stand: Montag, 23. März 2020, 15 Uhr

Unterschied Zahlen Bund-Land:

Hinsichtlich der unterschiedlichen Zahlen haben sich das Gesundheitsministerium und das Land Tirol heute darauf geeinigt, einheitlich alle in Tirol positiv getesteten Corona-Fälle zu kommunizieren. Vor dem Hintergrund wurde heute nochmals ein aktueller EDV-Abgleich vorgenommen, sodass die Daten für alle transparent und nachvollziehbar vorliegen. Dass es auch in Zukunft noch zu leichten Abweichungen kommen kann, ist damit zu erklären, dass die Labore die Ergebnisse zum einen in ein elektronisches Meldesystem einmelden und gleichzeitig die Daten auch der Landeswarnzentrale zur Verfügung stellen. Hier kann es da oder dort zu gewissen Zeitverzögerungen bei Einmeldungen kommen, die einen gewissen Unterschied im Zahlenmaterial erklären. Zudem gibt der Bund stets zweimal täglich einen aktuellen Stand bekannt, der zeitlich ebenso nicht ident ist mit jenen Updates, die das Land Tirol den MedienvertreterInnen zur Verfügung stellt (nämlich jeweils auch am späten Nachmittag oder frühen Abend).