DNA-Analyse bestätigt Wolfsverdacht bei Rissen im Ober- und im Unterland

Ergebnisse der genetischen Untersuchungen liegen vor

Kategorien:  Land- & Forstwirtschaft

Die Befunde der genetischen Untersuchungen von Proben, die bei toten Schafen und Ziegen aus dem Gemeindegebiet von Kössen, Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel), Walchsee (Bezirk Kufstein) sowie See im Paznaun (Bezirk Landeck) entnommen wurden, liegen vor. Bei allen untersuchten Proben wurde die DNA eines Wolfs nachgewiesen. Der Wolfsverdacht wurde durch die genetischen Untersuchungen somit bestätigt.

In Summe wurden 26 Schafe und elf Ziegen seit Anfang Juni im Tiroler Unterland tot aufgefunden. „Bei den Schafsrissen im Gemeindegebiet von Kössen am 26. Juni 2020, in Walchsee am 19. Juni 2020 sowie bei den toten Ziegen im Gemeindegebiet von Kirchdorf am 3. Juni 2020 wurde jeweils ein und dasselbe Individuum nachgewiesen. Es handelt sich um einen männlichen Wolf, der aus Südosten, aus der dinarischen Population, stammt“, erklärt Martin Janovsky, Experte des Landes für große Beutegreifer.

Die Mitte Juli im Gemeindegebiet von See tot aufgefundenen Schafe wurden von jener Wölfin gerissen, deren DNA auch schon bei den Rissen in Serfaus von Mitte Mai bis Anfang Juni dieses Jahres nachgewiesen wurde. Derselbe weibliche Wolf aus der italienischen Population wurde bereits im November 2019 auch in Fiss nachgewiesen.

Sowohl am Montag als auch gestern, Dienstag, wurden aus dem Gemeindegebiet von Pfunds (Bezirk LA) weitere Schafsrisse gemeldet.