Dosieranlage Lermooser Tunnel geht in Betrieb

Neues Tropfenzählersystem soll Blockabfertigungszeiten Richtung Norden verkürzen

Kategorien:  Verkehr Sicherheit AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Foto zeigt Innenansicht des Lermooser Tunnels.
Durch eine neue Dosieranlage am Südportal des Lermooser Tunnels soll die dortige Blockabfertigung optimiert und der Verkehr Richtung Reutte flüssiger werden.

Am Donnerstag, den 16. Jänner 2020 geht am Südportal des Lermooser Tunnels an der B 179 Fernpassstraße eine neue Dosieranlage zur Optimierung der Blockabfertigungen in den Probebetrieb. „Diese Maßnahme wurde im Zuge der Fernpassstrategie erarbeitet und soll einen Beitrag dazu leisten, dass der Verkehr zwischen dem Lermooser Tunnel und Reutte flüssiger wird“, erläutern LHStvin Ingrid Felipe und LHStv Josef Geisler.

Aufgrund von Staubildung infolge des hohen Verkehrsaufkommens speziell an Wochenenden mit ausgeprägtem Reiseverkehr muss der Verkehr am Lermooser Tunnel in Fahrtrichtung Reutte häufig blockweise abgefertigt werden. Die im Zuge der Blockabfertigung gedrängt in den Tunnel einfahrenden Fahrzeuge sorgen für einen hohen Tunnelfüllungsgrad. Das wiederum kann eine Rotschaltung in beide Richtungen auslösen und führt zudem zu einer hohen Verkehrsdichte am Tunnelausgang.

„Um die Blockabfertigung zu optimieren, starten wir einen Versuchsbetrieb mit Dosierung im Tropfenzählersystem. Dazu haben wir im Vorfeld anhand eigens erhobener Daten die Kapazitätsgrenzen im Tunnel festgelegt. Im Simulationsbetrieb wurde dann der optimale Zufluss an Fahrzeugen getestet. Nun starten wir mit diesem System in den probeweisen Echtbetrieb“, führt Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße aus.

Wie sich das neue System auswirkt, wird in den nächsten Wochen laufend beobachtet und evaluiert. Bei Bedarf werden die Parameter entsprechend angepasst. Um die notwendigen Datengrundlagen für die neue Dosieranlage zu erhalten, wurden im Vorfeld Verkehrszähleinrichtungen und Kameras nachgerüstet.