Einigung mit Bund bei Ärztearbeitszeit

3,3 Millionen Euro an Mehrkosten werden je zur Hälfte von Land Tirol und Bund getragen

Kategorien: LH Platter, LR Tilg, Gesundheit & Vorsorge AutorIn: Florian Kurzthaler

Um drohenden Schaden für die Patientinnen und Patienten zu verhindern, hat LH Günther Platter gemeinsam mit Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg der Medizinischen Universität Innsbruck Anfang vergangener Woche zugesagt, die für die Überstunden der Bundesärzte anfallenden Mehrkosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro vorzufinanzieren. Bei Verhandlungen mit Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Wien konnte Tirols Finanzreferent LH Platter nun erreichen, dass der Bund die Hälfte dieser Mehrkosten übernimmt. Die andere Hälfte trägt das Land Tirol. „Entscheidend ist für mich, dass die Gesundheitsversorgung in Tirol gesichert ist. Mit der nunmehr vereinbarten Einigung mit dem Bund können wir unserer Bevölkerung auch für die Zukunft ärztliche Behandlungen und Betreuungen in bester Qualität garantieren“, so LH Platter. Drohende Unsicherheiten wie lange Wartezeiten und Operationsverschiebungen oder gar -absagen sind damit endgültig vom Tisch.

„Als Landeshauptmann kann ich es nicht haben, wenn unsere Tirolerinnen und Tiroler verunsichert werden, weil aufgrund neuer Arbeitszeitregelungen Engpässe in der medizinischen Versorgung an der Universitätsklinik Innsbruck entstehen. In dieser Situation war eine schnelle und unbürokratische Lösung notwendig. Und genau diese habe ich mit dem Wissenschaftsministerium getroffen“, führt der Landeshauptmann näher aus. Durch eine Regelung, wonach die Bundesärzte an der Universitätsklinik Innsbruck nicht länger als 48 Wochenstunden arbeiten dürfen, stand ein möglicher Ärzteengpass im Raum. „Es wäre eigentlich die Aufgabe des Bundes gewesen, in dieser Situation Abhilfe zu schaffen. Die Menschen – allen voran die Patientinnen und Patienten – haben aber zurecht kein Verständnis für Kompetenzstreitigkeiten. Vor allem wenn es um das so sensible Thema Gesundheit geht. Deshalb haben wir eine rasche Lösung zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in Tirol getroffen“, so LH Platter, der sich bei Wissenschaftsminister Mitterlehner für das Miteinander im Sinne der PatientInnen in Tirol bedankt.