Erstmals Goldschakal in Osttirol nachgewiesen

Ausbreitung vom südosteuropäischen Raum Richtung Westen

Kategorien:  Wald Land- & Forstwirtschaft AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Vom südosteuropäischen Raum aus breiten sich Goldschakale Richtung Westen aus. Nun wurde erstmals ein Goldschakal in Osttirol nachgewiesen.
Vom südosteuropäischen Raum aus breiten sich Goldschakale Richtung Westen aus. Nun wurde erstmals ein Goldschakal in Osttirol nachgewiesen.

Im Osttiroler Pustertal wurde Ende Mai erstmals in Tirol ein Goldschakal nachgewiesen. Der Goldschakal „Canis aureus“ gehört zur Überfamilie der Hundeartigen und ist mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 44 bis 50 Zentimeter etwas größer als ein Fuchs. Goldschakale werden zehn bis 15 Kilo schwer.

„Der dämmerungs- und nachtaktive Goldschakal ist bei uns ursprünglich nicht heimisch. Seit 1987 gibt es jedoch Nachweise von Goldschakalen in Österreich. Sie breiten sich vom südosteuropäischen Raum Richtung Westen aus. Der Goldschakal stellt keine Gefahr für Menschen dar“, erklärt Landesveterinärdirektor Josef Kössler. Auch in Südtirol und in Kärnten wurden bereits Goldschakale nachgewiesen.

Hauptbeute des Goldschakals sind kleine bis mittelgroße Säugetiere wie Mäuse oder Hasen, in seltenen Fällen auch größere Tiere. Auch Amphibien, Insekten, Kadaver sowie pflanzliche Nahrung stehen auf dem Speisezettel des Goldschakals.

Näherer Infos zum Goldschakal in Österreich: Externer Link www.goldschakal.at