EVTZ-Vorstandssitzung in Trient

Südtirol übernimmt Vorsitz der Euregio

Kategorien: LH Platter, Tirol & Europa AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Die EVTZ-Sitzung fand in Trient statt.
Die EVTZ-Sitzung fand in Trient statt.
LH Günther Platter und LH Ugo Rossi (rechts) gratulieren Südtirols LH Arno Kompatscher, der 2018 den Vorsitz über die Europaregion übernimmt.
LH Günther Platter und LH Ugo Rossi (rechts) gratulieren Südtirols LH Arno Kompatscher, der 2018 den Vorsitz über die Europaregion übernimmt.

Heute fand in Trient die Vorstandssitzung des Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Tirol-Südtirol-Trentino statt. Dabei übernahm das Land Südtirol vom Trentino den zweijährigen Vorsitz. „Mein Dank gilt meinem Amtskollegen LH Ugo Rossi für die ausgezeichnete Kooperation im Sinne der Euregio“, sagte LH Günther Platter. „Das Engagement Trentinos hat dazu beigetragen, dass wir maßgebliche Projekte wie die dritte Ausschreibung des Euregio Wissenschaftsfonds vorantreiben konnten.“ Gleichzeitig wünschte der Tiroler Landeshauptmann dem Südtiroler LH Arno Kompatscher viel Erfolg für die kommenden zwei Vorsitzjahre. „Ich bin davon überzeugt, dass die Ziele der Euregio unter Südtiroler Vorsitz genauso gründlich verfolgt werden und freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit LH Kompatscher.“

Die Bevölkerung müsse Vertrauen in die Euregio haben. Und laut Umfragen, wünschen sich 90 Prozent der Befragten in den Regionen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Ländern intensiviert. „Wir erfüllen diesen Auftrag auch, indem wir junge Menschen über verschiedenste Projekte – von Sport bis Wissenschaft – für die Europaregion interessieren“, sagte LH Platter. Rund 650 Jugendliche, 38 Schulen und rund 1.600 StudentInnen waren bei verschiedenen Initiativen der Euregio involviert. Den nächsten Schritt in diese Richtung wird durch die Etablierung eines Schülerforums im kommenden Sommer in Alpbach sein.

Euregio-Wissenschaftsfonds mit 3,2 Millionen Euro dotiert

Die mit 3,2 Millionen Euro dotierte Ausschreibung richtet sich vor allem an mehrjährige Verbundforschungsprojekte, die alle drei Forschungsstandorte der Europaregion einbinden, unabhängig von der Fachrichtung. Wenn wir die Europaregion weiterbringen wollen, dann brauchen die Euregio-Projekte Substanz. Mit dem Wissenschaftsfonds machen wir den Mehrwert der Europaregion auch in der Forschung spürbar und bieten eine echte Perspektive für Fortschritt, Entwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit", so die Landeshauptleute.

Der Euregio-Wissenschaftsfonds wurde 2014 als Leuchtturmprojekt der Europaregion ins Leben gerufen; mit über 70 Einreichungen verliefen die ersten beiden Ausschreibungen sehr erfolgreich. Schließlich wurden insgesamt über 2,3 Millionen Euro an acht ausgewählte, grenzüberschreitende Projekte ausgeschüttet, mit denen 24 neue Arbeitsplätze für Euregio-Forschende geschaffen wurden. Weitere Informationen finden sich unter  www.europaregion.info/research

Rück- und Ausblick

Der scheidende EVTZ-Präsident LH Rossi zog Bilanz über die Vielzahl an grenzüberschreitenden Projekten, die sich auf Jugend, Bildung, Forschung sowie das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umfeld in der Europaregion bezogen.

Die Schwerpunkte Südtirols für die kommenden zwei Jahre liegen auf Mobilität, Kultur und Mehrsprachigkeit. „Ich bin erfreut, dass auch Südtirol uns dabei unterstützt, den Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen“, sagte LH Platter. Parallel dazu soll das öffentliche Verkehrsnetz zwischen den Regionen ausgebaut werden, um nachhaltige Mobilität zu garantieren.