Feuerwehrfreundliche Arbeitgeber ausgezeichnet

Vom Arbeitsplatz in den Einsatz – Tirols Unternehmen machen’s möglich

Kategorien: LHStv Geisler, Einsatzorganisationen AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
Die Donau Chemie Landeck mit Werksleiter Kurt Pachinger (Mitte) sowie Holz Seelos auf Flaurling mit den Firmenchefs Walter und Klaus Seelos (3. u. 4. von re.) vertreten Tirol als besonders feuerwehrfreundliche Arbeitgeber beim bundesweiten Feuerwehr Award. LHStv Josef Geisler (3. von li.), Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl (re.) und die Bezirksfeuerwehrkommandos gratulieren.
Die Donau Chemie Landeck mit Werksleiter Kurt Pachinger (Mitte) sowie Holz Seelos auf Flaurling mit den Firmenchefs Walter und Klaus Seelos (3. u. 4. von re.) vertreten Tirol als besonders feuerwehrfreundliche Arbeitgeber beim bundesweiten Feuerwehr Award. LHStv Josef Geisler (3. von li.), Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl (re.) und die Bezirksfeuerwehrkommandos gratulieren.
Freuen sich über die Feuerwehrfreundlichkeit von 14 Tiroler Betrieben: Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl, LHStv Josef Geisler, Moderator Denes Szechenyi, AK-Präsident Erwin Zangerl und WK-Spartenobmann Franz Hörl.
Freuen sich über die Feuerwehrfreundlichkeit von 14 Tiroler Betrieben: Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl, LHStv Josef Geisler, Moderator Denes Szechenyi, AK-Präsident Erwin Zangerl und WK-Spartenobmann Franz Hörl.

Rund 16.000 Mal pro Jahr rücken Tirols Freiwillige Feuerwehren zu Einsätzen aus. Eine Vielzahl der Einsätze findet während der Arbeitszeit statt. Dass jemand da ist, wenn es brennt oder eine Katastrophe passiert, ist nicht zuletzt jenen Unternehmen zu verdanken, die ihre Mitarbeiter direkt vom Arbeitsplatz in den Einsatz gehen lassen. Dafür zeichnete das Land Tirol gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband 14 Betriebe mit dem Prädikat „Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ aus. Die Donau Chemie Landeck und das Säge- und Hobelwerk Holz Seelos aus Flaurling werden Tirol zudem beim bundesweiten „Feuerwehr-Award“ vertreten.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass Mitarbeiter bei einer Alarmierung im Betrieb alles stehen und liegen lassen und in ihrer Dienstzeit in den Einsatz gehen können. Sie drücken damit Ihre Wertschätzung für die Feuerwehren in unserem Land aus und setzen gleichzeitig ein kräftiges Zeichen der Wertschätzung für das Ehrenamt im Dienste der Allgemeinheit“, bedankt sich Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler bei den Unternehmen in Rahmen eines würdigen Festakts im Landhaus in Innsbruck. Besonders erfreulich sei, dass sich die Tiroler Unternehmen unabhängig von ihrer Größe für das Feuerwehrwesen engagieren. „Ob Kleingewerbe, Hotel-, Handels- oder Industriebetrieb, die Tiroler Arbeitgeber zeichnen sich durch ihre hohe Verantwortung für das Gemeinwohl und ihre Feuerwehrfreundlichkeit aus. Das gibt Motivation“, so Geisler.

Verantwortung für das Gemeinwohl

In dieselbe Kerbe schlägt auch Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl: „Nur wenn bei den Betrieben das Verständnis für die Feuerwehren da ist, können wir als Freiwilligenorganisation unsere Aufgaben auch während der regulären Arbeitszeit erfüllen. Gerade bei Katastropheneinsätzen sind wir auf die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und vielfach auf Spezialgeräte angewiesen.“ Die Unterstützung für die Feuerwehren gehe oft weit über die Freistellung in der Dienstzeit hinaus und umfasst auch Sach- und Geldspenden. „Dafür möchten wir heute Danke sagen.“

Dass Feuerwehrfreundlichkeit keine Einbahnstraße ist, betonen sowohl AK-Präsident Erwin Zangerl als auch WK-Spartenobmann Franz Hörl. „Menschen, die im Ehrenamt stehen, sind hochqualifiziert“, so Zangerl. Für Hörl bringen Arbeitnehmer, die bereit sind, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, eine andere Grundeinstellung mit. „Da kann jeder froh sein, solche Mitarbeiter zu haben.“

Das größte von Land Tirol und Landesfeuerwehrverband mit dem Prädikat „Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnete Unternehmen ist die Firma GE Jenbacher mit ca. 1.700 MitarbeiterInnen und 17 Feuerwehrleuten, das kleinste das Erdbau- und Sprengunternehmen Werlberger in Thiersee mit zwei Mitarbeitern, die beide Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr sind.

Donau Chemie und Holz Seelos beim Bundesentscheid

Dass die Donauchemie Landeck und das Säge- und Hobelwerk Holz Seelos in Flaurling Tirol zudem beim Bundesentscheid in Wien vertreten, liegt an ihrer besonderen Unterstützung für das Feuerwehrwesen. Wenn der Alarm losgeht, kann es im Säge- und Hobelwerk Seelos in Flaurling personell schon einmal dazu kommen, dass der Betrieb eingestellt wird. Sechs der neun Mitarbeiter und die Firmenchefs Klaus und Walter Seelos sind bei der Freiwilligen Feuerwehr. Und bei Bedarf springt die Firma sogar noch mit Lkw, Bagger und diversen Leistungen ein. Ähnlich die Situation in der Donau Chemie in Landeck. Von 73 Mitarbeitern sind 13 bei der Feuerwehr. Diese werden nicht nur für Einsätze, sondern auch für Schulungen vom Unternehmen freigestellt. Auf dem Firmengelände werden Nassleistungsübungen durchgeführt und Materialien gelagert. Bei Bedarf stellt die Donauchemie der Feuerwehr auch Spezialgeräte zur Verfügung. Wie wertvoll die Arbeit der Feuerwehr ist, hat die Donau Chemie etwa beim Hochwasser 2005 erfahren.