Förderung des Austrian Drug Screening Institutes bis zum Jahr 2021

Von Medikamentenentwicklung bis Naturkosmetik

Kategorien: LR Tilg, Wissenschaft & Forschung AutorIn: Lea Knabl
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg

Die Tiroler Landesregierung fördert das Austrian Drug Screening Institute (ADSI) für weitere drei Jahre: Auf Antrag von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg werden von 2019 bis 2021 insgesamt 1,5 Millionen Euro, also 500.000 Euro pro Jahr, zweckgebunden für den weiteren Auf-und Ausbau des Forschungsinstituts zur Verfügung gestellt.

Grundlagenforschung und neue Technologien

Das Forschungsinstitut ADSI ist an der Universität Innsbruck angesiedelt: „Neben der frühen Medikamentenentwicklung hat sich das ADSI vor allem in den Bereichen Phytopharmazie und Kosmetik sowie Lebensmittelanalytik und bei Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt etabliert“, so LR Tilg. Dies beziehe sich konkret auf die Schwerpunktsetzung in der Grundlagenforschung im Bereich der Phytoanalytik, neue Methoden und Technologien im Bereich der Naturstoffchemie, die industrienahe angewandte Forschung in Kooperation mit der Pharmaindustrie und Kooperationen mit weiteren Instituten und Universitäten.

Umsetzung weiterer Projekte

„Die Forschungserfolge aus dem letzten Förderungszeitraum können nun mithilfe der neuen Finanzmittel fortgeführt werden“, verweist LR Tilg auf die mit Unterstützung des Landes durchgeführten Vorhaben. So wurden unter anderem das Phytovally Tirol, das Michael Popp Forschungsinstitut für pflanzliche Wirkstoffforschung an der Universität Innsbruck und eine Konferenzserie in Seefeld initiiert. In der neuen Förderperiode liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Fortführung der Konferenzserie im Gebiet der pflanzlichen Wirkstoffforschung im Jänner 2019 sowie einer weiteren Konferenzserie im Frühjahr 2019 im Nationalpark Hohe Tauern mit Fokus auf Naturkosmetik.

Über das Austrian Drug Screening Institute

Das Austrian Drug Screening Institute wurde im Jahr 2012 durch Mittel des Landes Tirol, des Bundes sowie Investitionen von Professor Michael Popp, Inhaber der Firma Bionorica SE, gegründet. Das an der Universität Innsbruck angesiedelte Institut versteht sich als offene Innovationsplattform und bietet Auftragsforschung für pharmazeutische Unternehmen und akademische Forschungsinstitute an. Durch die mit dem ADSI in Zusammenhang stehende Gründung der Firma Bionorica Research Austria und die Einrichtung des Michael-Popp-Forschungsinstituts an der Universität Innsbruck wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und der Wissenschaftsstandort Tirol gestärkt.