Große Literaturstipendien 2019/2020

Land zeichnet Carolina Schutti und Markus Köhle aus

Kategorien:  Kunst & Kultur Preise LRin Palfrader AutorIn: Elisabeth Huldschiner
LRin Palfrader (Mitte) gratuliert den PreisterägerInnen Markus Köhle und Carolina Schutti.
LRin Palfrader (Mitte) gratuliert den PreisterägerInnen Markus Köhle und Carolina Schutti.

Alle zwei Jahre werden die mit je 15.000 Euro dotierten Großen Literaturstipendien des Landes Tirol verliehen. Heute, Montagabend, überreicht Kulturlandesrätin Beate Palfrader die Stipendien für die Jahre 2019 und 2020. In der Sparte Prosa geht das Stipendium an die Autorin Carolina Schutti, die mit ihrem Romanentwurf „Schildläuse, Wölfe, Katzenmann“ überzeugte. Markus Köhle erhält das Stipendium in der Sparte Drama für die Umsetzung seines Werks „Männer der Tat“.

„Die eingereichten Arbeiten spiegeln die große Vielfalt und die Qualität der Tiroler Autorinnen und Autoren wider“, zitiert LRin Palfrader die Jurybegründung. „Die Arbeitsprobe von Carolina Schutti lässt einen Roman erwarten, der in einem aktuellen Spannungsfeld angesiedelt ist und dessen Umsetzung mit dem Großen Tiroler Literaturstipendium vorangetrieben werden soll.“

Die Jury entschied sich auch für ein Drama von Markus Köhle, das vor allem mit dem Mut zur Aktualität und dem geistreichen Sprachwitz, die dem Autor und Poetry Slammer eigen sind, überzeugte. „Wir unterstützen damit gerne eine neue Bühnenstimme“, so LRin Palfrader.

Vielfältige literarische Tätigkeit

Carolina Schutti wurde 1976 in Innsbruck geboren. Nach ihrem Studium der Germanistik und Anglistik/Amerikanistik sowie der Konzertgitarre und des Gesangs unterrichtete sie einige Jahre und war Lektorin an der Universität Florenz, ehe sie 2010 ihr zum Rauriser Literaturpreis nominierten Debutroman „Wer getragen wird, braucht keine Schuhe“ publizierte. Der zweite Roman „Einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein“ (2012) wurde mit dem European Union Prize for Literature ausgezeichnet, 2015 erschien die Novelle „Eulen fliegen lautlos“ (Alois Vogel Literaturpreis). Im Februar 2018 erschien ihr erster Lyrikband "Nervenfieber“. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet sowie in mehr als zehn Sprachen übersetzt.

Der mehrfach ausgezeichnete Markus Köhle wurde 1975 geboren und stammt aus Nassereith. Er studierte in Innsbruck und Rom Germanistik und Romanistik. Seit 2001 widmet sich Köhle neben seiner eigenen schriftstellerischen Tätigkeit der Literatur in all ihren Facetten – von der Kritik über die Wissenschaft bis hin zu Veranstaltungen. Poetry Slams sind dabei sein Hauptmetier, wobei er auch zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat. Dazu zählen die Romane „Hanno brennt“ und „Dorfdefektmutanten“ oder das „Jammern auf hohem Niveau. Ein Barhocker-Oratorium“. Neben dem Staatsstipendium für Literatur 2008/2009 erhielt Köhle den Förderpreis für Literatur der Stadt Innsbruck 2009 sowie vor zwei Jahren das Mira-Lobe-Stipendium. Im Vorjahr wurde Markus Köhle mit dem Otto-Grünmandl-Preis ausgezeichnet.