Hangrutsch auf L 38 Ellbögener Straße: Maßnahmenpaket zur Hangentwässerung

Sicherungsverbauung durch Betonleitwände stoppte die Hangrutschung.

Kategorien:  Sicherheit Katastrophenschutz Lawinen/Muren/Hochwasser Verkehr AutorIn: Rainer Gerzabek
Bereits vorhandene Betonleitwände verhinderten eine weitere Ausbreitung des Hangrutsches an der Ellbögener Straße.
Bereits vorhandene Betonleitwände verhinderten eine weitere Ausbreitung des Hangrutsches an der Ellbögener Straße.

Nach einem Erdrutsch zwischen 2 und 3 Uhr Früh auf die L 38 Ellbögener Straße bei Kilometer 12,1 im Bereich Ruggschrein der Gemeinde Ellbögen bleibt die Landesstraße vorläufig für jeden Verkehr gesperrt. Für Morgen, Freitagfrüh, ist nun ein weiterer Lokalaugenschein anberaumt, bei dem dann die aktuellen Entscheidungen bezüglich einer möglichen Straßenöffnung und weiterer Sicherungsmaßnahmen für das Wochenende getroffen werden.

Bei einem Lokalaugenschein mit dem Landesgeologen und einem Geotechniker heute, Donnerstagmittag, wurden die notwendigen Sicherungsmaßnahmen festgelegt. „Der Hangrutsch hatte ein Ausmaß von rund fünf Metern Breite und zehn Metern Länge und hat die Ellbögener Straße rund 1,5 Meter hoch verschüttet“, erklärte Landesgeologe Roman Ausserlechner und kündigte an: „Als Maßnahme muss versucht werden, den Hangrutsch abzutragen und in weiterer Folge zu sichern, wobei auf die schadlose Ausleitung des im Hang befindlichen Wassers geachtet werden muss, weil hier viel Wasser hervortritt.“

Dass der Hangrutsch noch relativ glimpflich ausgegangen ist, war einer an dieser Stelle bereits vorhandenen Sicherung an dieser Gerinnestelle durch Betonleitwände zu verdanken. „Die Betonleitwände haben den Druck des Hangrutsches abgefangen und wurden dabei bis in die Straßenmitte gedrückt. Somit konnte ein weiteres Ausbreiten des Hangrutsches gestoppt werden“, betonte Ausserlechner