Kreisende Hubschrauber werden von Leitstelle Tirol nicht mehr disponiert

Kategorien: Regierung, Sicherheit AutorIn: Christa Entstrasser-Müller

Die Tiroler Landesregierung hat die Leitstelle Tirol angewiesen, grundsätzlich keine Hubschrauber für Notfalleinsätze zu disponieren, die sich offensichtlich ohne Zielort und Einsatzdisposition auf „Patrouillenflügen“ befinden. Diese Anweisung wird ab morgen von der Leitstelle Tirol umgesetzt.

Kreisende Hubschrauber in der Flugrettung widersprechen nicht nur einem geordneten System der Flugrettung. Wenn ein Hubschrauber laufend seine Position ändert, erschwert dies auch die Disponierung durch die Leitstelle Tirol, die die Position eines Hubschraubers über GPS feststellt – so die Begründung für die Vorgangsweise. Die Anweisung, keine Hubschrauber auf Patrouillenflug für Einsätze anzufordern, gilt selbstverständlich für alle Heli-Unternehmen.

Nach der aus Sicherheitsgründen erfolgten Sperre des genehmigten Zivilflugplatzes in Mayrhofen und der Einleitung eines Strafverfahrens gegen Heli Tirol wegen des Verdachts auf Übertretung nach dem Luftfahrtgesetz, ist der Hubschrauber Martin 7 der Heli Tirol in den letzten Tagen vermehrt im Gebiet des hinteren Zillertals gekreist und hat auf eine Einsatzanforderung durch die Leitstelle Tirol „gewartet“. Auch die anderen im Zillertal tätigen Hubschrauberunternehmen haben eine derartige Vorgangsweise angekündigt.