Land Tirol investiert 35 Millionen Euro in Verkehrs-Infrastrukturprojekt

LH Platter: „Mit Unterführung Prutz wird Verkehrssicherheit und Lebensqualität erhöht und zugleich wirtschaftlicher Impuls gesetzt.“

Kategorien:  LH PlatterArbeitWirtschaftSozialesCoronaGesundheitSicherheitGemeindenVerkehrStraßenbau AutorIn: Rainer Gerzabek
V. li. bei der Projektpräsentation an der Kreuzung in Prutz Bgm Heinz Kofler, LH Günther Platter und Robert Zach, stellvertretender Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol.
V. li. bei der Projektpräsentation an der Kreuzung in Prutz Bgm Heinz Kofler, LH Günther Platter und Robert Zach, stellvertretender Vorstand Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol.
Lokalaugenschein an der Reschenstraße mit Bgm Heinz Kofler, LH Günther Platter und Robert Zach, Vorstand-Stellevertreter der Abteilung Straße und Verkehr des Landes Tirol.
Lokalaugenschein an der Reschenstraße mit Bgm Heinz Kofler, LH Günther Platter und Robert Zach, Vorstand-Stellevertreter der Abteilung Straße und Verkehr des Landes Tirol.
Besserer Verkehrsfluss, mehr Lebensqualität, weniger Lärm und Abgase sowie ein wirtschaftlicher Impuls für Prutz und den Bezirk Landeck bringt die neue "Unterführung Prutz".
Besserer Verkehrsfluss, mehr Lebensqualität, weniger Lärm und Abgase sowie ein wirtschaftlicher Impuls für Prutz und den Bezirk Landeck bringt die neue "Unterführung Prutz".

Um die Wirtschaft zu unterstützen und zugleich auch die Verkehrssicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen, wird das Land Tirol das Verkehrs-Infrastrukturprojekt „Unterführung Prutz“ an der B 180 Reschenstraße zeitlich vorziehen und insgesamt 35 Millionen Euro investieren. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühsommer 2021. Über diese Entscheidung informierte LH Günther Platter heute, Donnerstag, bei einem Lokalaugenschein in Prutz gemeinsam mit Heinz Kofler, Bürgermeister von Prutz, und Robert Zach, stellvertretender Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol.

„Die Coronakrise hat die zuvor auf Hochtouren laufende Wirtschaft in unserem Land massiv beeinträchtigt – auch im Tiroler Oberland. Indem wir das Projekt ‚Unterführung Prutz‘ mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro zeitlich vorziehen, können wir einen gezielten Impuls zur Förderung der heimischen Wirtschaft und zur Ankurbelung des Arbeitsmarkes setzen. Zugleich geht damit ein lang gehegter Wunsch der Bevölkerung vor Ort in Erfüllung, der die Verkehrssicherheit und Lebensqualität maßgeblich erhöht“, erklärte der Landeshauptmann.

Staus sollen Vergangenheit angehören

Durch die Trennung der Verkehrsströme wird die Verkehrssicherheit auf der Reschenstraße erhöht und die Flüssigkeit des Verkehrs durch die Errichtung eines kreuzungsfreien Knotenpunkts gewährleistet. „Das bedeutet, dass die bisherigen Staus vor der Ampel an Wochenenden, Feiertagen und im Urlauber-Schichtwechsel wegen Leistungsfähigkeitsengpässen ebenso der Vergangenheit angehören wie die damit verbundenen langen Rückstaus zeitweise bis zum Landecker Tunnel oder nach Tösens zurück. Für die Gemeinde Prutz ist das ein großer Gewinn für die Zukunft“, sagt Bürgermeister Kofler. Gleichzeitig würden die Vorteile dieser Verkehrslösung auch in der Reduktion der Lärm- und Schadstoffbelastung liegen.

Verkehrsfreundliche Straßenführungen

Die Unterführung der B 180 Reschenstraße im Kreuzungsbereich mit der L 18 Kaunertalstraße sowie der Prutzer Innbrücke bringt durch diverse Adaptierungen auch noch einen Gehsteig, eine eigene Zufahrt zum SPAR-Markt sowie neue Leitungsanlagen und eine verbesserte Innböschung mit sich. „Darüber hinaus soll der Knotenpunkt der Reschenstraße mit der Kaunertalstraße und der Prutzer Innbrücke durch einen Kreisverkehr neu verbunden werden“, informierte Robert Zach von der zuständi-gen Abteilung Verkehr und Straße des Landes. „Dieser wird mit Parallelrampenfahrbahnen kreuzungsfrei an die Reschenstraße angeschlossen.“

Die bestehende Lärmschutzwand wird versetzt und geringfügig erhöht. Die Betriebe nordöstlich des Knotens werden über eine Begleitfahrbahn an die Reschenstraße angeschlossen. Der SPAR-Markt wird noch eine Verbindung zum Kabisreithweg erhalten.