Land Tirol sichert umfangreiches Angebot von Familieneinrichtungen mit über 1,2 Millionen Euro

Neue Kommunikationswege bei Tiroler Eltern-Kind-Zentren während Coronakrise

Kategorien:  LRin Zoller-FrischaufFamilie AutorIn: Jakob Kathrein
LRin Zoller-Frischauf (2. von re.) auf Besuch im EKiZ Kramsach. Die Familienlandesrätin befindet sich im laufenden Austausch mit den Tiroler Eltern-Kind-Zentren und Familieneinrichtungen, die den Familien auch in der Krise zur Seite stehen. Hinweis: Dieses Foto ist vor der Coronakrise entstanden.
LRin Zoller-Frischauf (2. von re.) auf Besuch im EKiZ Kramsach. Die Familienlandesrätin befindet sich im laufenden Austausch mit den Tiroler Eltern-Kind-Zentren und Familieneinrichtungen, die den Familien auch in der Krise zur Seite stehen. Hinweis: Dieses Foto ist vor der Coronakrise entstanden.

Von Hebammensprechstunden am Telefon, Geburtsvorbereitungskursen via Skype und Zoom oder Online-Baby-Treffen und Webinaren zu Erziehung, Ernährung, Kommunikation, Konfliktbewältigung oder Mediennutzung: Die Tiroler Eltern-Kind-Zentren blieben seit 16. März 2020 geschlossen und haben ihre gewohnten Angebote während der Coronakrise auf anderen Wegen fortgeführt. Nun dürfen die Eltern-Kind-Zentren unter den Voraussetzungen der Coronavirus-Lockerungsverordnung des Bundes wieder öffnen. Dazu gehört die Einhaltung von Mindestabständen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Zudem wird auf eine Voranmeldung für Termine mit einer begrenzten Zahl an TeilnehmerInnen sowie Hygienemaßnahmen und die Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln geachtet. Viele Angebote werden außerdem weiterhin online angeboten.

„Die Coronakrise hat viele Tiroler Familien vor große Herausforderungen gestellt. Umso wichtiger war und ist es, dass in diesen Zeiten ein umfassendes Beratungs- und Kursangebot aufrechterhalten wird, das den Familien zur Verfügung steht. Das Land Tirol hat für die 29 Eltern-Kind-Zentren in Tirol für heuer bereits eine Förderung im Umfang von rund 860.000 Euro zugesagt – erste Teilbeträge wurden ausbezahlt und sollen die Einrichtungen angesichts der Krise und Beitragsausfällen entlasten sowie ihren Betrieb für die Zukunft absichern“, betont Familienlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Diverse Beratungs- Unterstützungs- und Bildungsleistungen im Familienbereich verschiedener Organisationen und Vereine – darunter etwa die Diözese Innsbruck, Rainbows Tirol oder der Österreichische Kinderschutzbund mit der Elternbildung Tirol – fördert das Land außerdem mit rund 415.000 Euro.

Finanzielle Hilfen für Familien in der Krise

„Das Land Tirol hat angesichts der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im österreichweiten Vergleich sehr schnell reagiert. Unsere Familien sind der Grundpfeiler der Gesellschaft und jener Ort, an dem die Menschen Halt finden, insbesondere in Krisenzeiten. Seitens des Landes Tirol ist es deshalb ein Anliegen, Familien bei den krisenbedingten, unvorhersehbaren Änderungen der Lebenssituationen zu unterstützen“, erklärt LRin Zoller-Frischauf. Deshalb wurde eine Sonderregelung bei den einkommensabhängigen Familienförderungen des Landes geschaffen. Bei der Bemessung der Einkommensgrenze kann das aktuelle Haushaltseinkommen ab dem Monat, in dem aufgrund von Coronavirus-Maßnahmen ein Einkommensverlust eingetreten ist, herangezogen werden. Zudem werden Fristen, die wegen der Ausnahmesituation nicht eingehalten werden können, bei Vorlage von Begründungen im Nachhinein angepasst.

Neben dem Corona-Familienhärteausgleich des Bundes bietet die Tiroler Landesregierung mit dem Covid-ArbeitnehmerInnenfonds einkommensschwachen ArbeitnehmerInnen und ihren Familien eine finanzielle Unterstützung. Mit dem Tiroler „Digi-Scheck“ unterstützt das Land die Anschaffung von mobilen Endgeräten, um den Zugang aller SchülerInnen im Alter von sechs bis 14 Jahren zum digitalen Lernen auch für die Zukunft zu ermöglichen.

Weitere Informationen gibt es unter www.tirol.gv.at/familie sowie unter www.tirol.gv.at/coronavirus