Landesbeirat für Dorferneuerung beschließt weitere Projektförderungen

800.000 Euro für die zukunftsfähige Entwicklung in den Tiroler Gemeinden

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Bei der Landesbeiratssitzung für Dorferneuerung v.re.: Nikolaus Juen (Vorstand Abteilung Bodenordnung und Leiter der Geschäftsstelle für Dorferneuerung), Peter Hollmann (Vorstand Abteilung Bau- und Raumordnungsrecht), Christine Salcher (Vorständin Abteilung Gemeinden), LR Johannes Tratter, Melanie Wiener (stellvertretende Vorständin Abteilung Kultur) sowie Roman Schöggl und Stefan Schöpf von der Geschäftsstelle für Dorferneuerung des Landes Tirol.

Der Landesbeirat für Dorferneuerung hat gestern, Dienstag, in der Landesbeiratssitzung die Bereitstellung von zusätzlich knapp 800.000 Euro für Projektförderungen im Zuge der Dorferneuerung, Ortskernrevitalisierung und Lokalen Agenda 21 beschlossen. Darin enthalten sind rund 250.000 Euro aus der im Juni für diesen Bereich beschlossenen Covid-19-Sonderförderung.

LR Johannes Tratter, in der Landesregierung für Gemeinden und Dorferneuerung zuständig, zieht eine positive Bilanz: „Insgesamt wurden in der 135. Landesbeiratssitzung 22 konkrete Vorhaben mit einem Gesamtfördervolumen von 786.000 Euro beschlossen. Dazu zählen größere kommunale Projekte ebenso wie viele private Maßnahmen. Einerseits hauchen wir damit alten, teils vielleicht schon verlassenen Mauern in Tirols Gemeinden neues Leben ein, andererseits leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Konjunkturbelebung in besonders herausfordernden Zeiten.“

Tiroler Ortskerne beleben – wertvollen Grund und Boden sparen

Projekte, die im Zuge der Dorferneuerung und Ortskernrevitalisierung gefördert und realisiert wurden, gibt es in ganz Tirol. Mit den zusätzlichen Förderungen in Verbindung mit fachlicher Begleitung wird in vielen Ortschaften das traditionell gewachsene Ortsbild erhalten sowie wertvolles baukulturelles und kulturelles Erbe gewahrt und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt. „Jedes erfolgreich gestaltete Projekt, vom neubelebten Leerstand bis zur Begegnungszone, bringt Leben ins Dorf, trägt zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei und fördert regionale Betriebe,“ so LR Tratter.

Zudem wurden mit Unterstützung der Dorferneuerung in zahlreichen Gemeinden bisherige Leerstände, die dem Ortsbild wenig zuträglich sind, in attraktive Wohn- und Wirtschaftsflächen für die BürgerInnen umgewandelt. „Mit dieser Strategie erwachsen letztlich den Tiroler Gemeinden und der Bevölkerung viele Vorteile, wie die Einsparung von wertvollen Baulandreserven sowie die Reduzierung der Erschließungskosten“, so LR Tratter. Mit der Lokalen Agenda 21 werden zusätzlich Handlungsprogramme nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit entwickelt, um die Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen zu sichern.