Lawinenwarndienst Tirol erweitert Info-Service

Lawinengefahrenstufe Eins am Wochenende in der ganzen Euregio.

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Eine klassische Gleitschneelawine - aufgenommen in den vergangenen Tagen bei einem Erkundungsflug von Rudi Mair im hinteren Stubaital.
Eine klassische Gleitschneelawine - aufgenommen in den vergangenen Tagen bei einem Erkundungsflug von Rudi Mair im hinteren Stubaital.

Das schöne und milde Wochenendwetter und die niedrige Lawinengefahrenstufe Eins in der gesamten Euregio wird wieder viele WintersportlerInnen in die Berge locken. Damit der Ausflug auch abseits gesicherter Pisten sicher bleibt, hat der Lawinenwarndienst Tirol sein Info-Service weiter ausgebaut. Zu den besonderen Neuerungen zählen überschaubarere Gefahrenstufenkarten auf der Startseite, eine verbesserte Kartendarstellung im Fall einer schlechten Internetverbindung, eine weitere Verdichtung der Wetter-Messstationen sowie alternative Bezugskanäle für den Lawinenreport nach der konzernseitigen Einstellung des bisherigen WhatsApp-Services.

„Noch präziser, noch einfacher und noch übersichtlicher präsentiert der Lawinenwarndienst Tirol sein Info-Service für die Tourenplanung auf der Homepage für die gesamte Euregio. Damit bleibt das Land Tirol in Sachen Sicherheit weiterhin die Nummer Eins“, betont Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler. „Dieser Erfolg spiegelt sich auch in den Zugriffszahlen auf der Seite des Lawinenreports wider, die in der Monatsauswertung teilweise sogar die Millionengrenze überschreiten.“

Gefahr von Gleitschneelawinen über den gesamten Winter

Für das beginnende Wochenende gibt heute, Freitag, Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts Tirol, die Lawinengefahrenstufe Eins aus, die übrigens auch für die gesamte Euregio gilt: „Insgesamt herrscht eine niedrige Lawinengefahr. Nur ein Problem bleibt uns durch den zu warmen und zu trockenen Herbst heuer den gesamten Winter über erhalten – die Gefahr von Gleitschneelawinen mangels eines gefrorenen Grasbodens.“

Der Lawinenexperte weist dabei auf das Erkennen einer bevorstehenden Gleitschneelawine hin. „“Entdeckt man Risse in der Schneedecke – wir bezeichnen sie als sogenannte Lawinenmäuler – heißt es, besonders vorsichtig zu sein und das Gebiet zu umgehen bzw. zu meiden. Lawinenmäuler entstehen durch einen nicht gefrorenen Grasboden, auf dem eine feuchte Schneedecke liegt. Reißt hier die Schneedecke, geht der gesamte Schnee bis zum Grasboden ab.“

Erweitertes Info-Service unter Externer Link www.lawine.report 

• Neu ist die Anzeige der beiden Gefahrenstufenkarten von Vormittag und Nachmittag als Gesamtgrafik auf der Startseite. Vorher musste man selbständig zwischen Vormittag und Nachmittag umstellen. Jetzt springt den NutzerInnen sofort ins Auge, wenn sich die Gefahrensituation über den Tag ändert. Zudem trägt eine schlankere Menüführung mit prominenterer Kartendarstellung zu mehr Übersicht bei.

• Sobald die NutzerInnen die Seite laden, stehen sämtliche Berichte aller für den Tag eingeschätzten Warnregionen sofort zur Verfügung. Sollte das Klicken auf die Karte nicht möglich sein (z.B. bei schlechter Internetverbindung), können trotzdem alle Berichte gelesen werden.

• Die Daten sämtlicher 204 Wetterstationen (neu sind die Stationen Nauders-Ganderbild, Predigberg, Kappl-Spiduralpe und Axamer Lizum) stehen NutzerInnen topaktuell jetzt auch direkt auf Externer Link www.lawine.report zur Verfügung. Neu ist der Zugang zu den Stationen: Dieser erfolgt im Menüpunkt „Schnee & Wetter“ über Links, die sowohl bei den Wetterkarten als auch bei der neu gestalteten Liste der Stationsmesswerte integriert wurden.

• Das neue Handbuch im Menüpunkt „Ausbildung & Prävention“ informiert über den Lawinenreport und weitere Services.

• Direkt unter Externer Link www.lawinen.report/simple/de.html kann jetzt eine vereinfachte Version des Lawinenreports abgerufen werden, welche auch bei schlechter Internetverbindung schnell lädt. So hat man eine höhere Chance, auch in entlegenen Gebieten mit schlechter Internetabdeckung über die Schnee- und Lawinensituation informiert zu werden.

• Die bisherigen AbonnentInnen des Lawinenreports wurden bereits informiert, dass man diesen nicht mehr über WhatsApp beziehen kann. Dies hängt mit der konzernseitigen Einstellung des bisher angebotenen Services zusammen. Stattdessen wurden alternative Bezugskanäle eingerichtet. Dieses Video zeigt, wie es funktioniert (https://www.youtube.com/watch?v=MSbS-vUad-w)