LH Platter: „Die Einsatzkräfte in Osttirol haben Großartiges geleistet!“

Dank des Landes nach Unwetter-Einsatz im Oktober 2018

Kategorien:  Sicherheit Einsatzorganisationen Katastrophenschutz LH Platter LHStv Geisler Verwaltung AutorIn: Rainer Gerzabek
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Ein vollgefüllter Saal in Kals bei der Dankesfeier des Landes Tirol für die Einsatzkräfte bei der Unwetterkatastrophe im Oktober 2018 in Osttirol.
Ein vollgefüllter Saal in Kals bei der Dankesfeier des Landes Tirol für die Einsatzkräfte bei der Unwetterkatastrophe im Oktober 2018 in Osttirol.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Herbert Bergerweiß, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kals.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Herbert Bergerweiß, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kals.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Markus Pflanzl, stellvertretender Leiter der Wasserrettung Osttirol.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Markus Pflanzl, stellvertretender Leiter der Wasserrettung Osttirol.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Major Reinhard Ratzberger vom Kommando des Jägerbataillons 24.
LHStv Josef Geisler, BH Olga Reisner und LH Günther Platter (re.) ehrten Major Reinhard Ratzberger vom Kommando des Jägerbataillons 24.

 Urkunden mit „Dank und Anerkennung“ für den engagierten Einsatz bei der Unwetterkatastrophe 2018 in Osttirol überreichten LH Günther Platter und LHStv Josef Geisler heute, Donnerstagabend, im Gemeindesaal von Kals am Großglockner stellvertretend an 42 Einsatzkräfte. Beim Naturereignis waren 38 Feuerwehren mit 650 Personen im gesamten Bezirk Lienz im Dauereinsatz, ebenso auch das Bundesheer und weitere Blaulichtorganisationen sowie das Baubezirksamt, die Lawinen- und Wildbachverbauung und die TINETZ. Insgesamt bilanzierte man mit 1.400 Personen, die innerhalb von 48 Stunden im Dauereinsatz gestanden sind.

„An dieser Stelle darf ich allen Einsatzkräften, aber auch den Verantwortlichen in den Gemeinden und unseren Expertinnen und Experten des Landes Tirol sowie dem Team der Bezirkshauptmannschaft Lienz ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott für ihren beeindruckenden Einsatz im Rahmen der Unwetterkatastrophe aussprechen. Auf unsere Einsatzkräfte im Land ist absolut Verlass“, betonte der Landeshauptmann in seiner Würdigung.

Gelebte Solidarität

LH Platter weiter: „In Tirol spürt man gerade in Katastrophensituationen eine unglaubliche Solidarität. Das zeigt sich allein schon in der großen Zahl an ehrenamtlichen Mit-gliedern bei der Feuerwehr und der Rettung bis hin zur Berg- und Wasserrettung. Was wäre Tirol ohne diese vielen Freiwilligen, die ihre Freizeit in den Dienst des Nächsten stellen?“

2.100 Hektar Wald wurden Ende Oktober des vergangenen Jahres stark beschädigt. Hauptbetroffen waren die Gemeinden Kals, Dölsach, Innervillgraten, Außervillgraten, Untertilliach und Obertilliach. Die Niederschläge führten zum größten Hochwasserereignis seit den katastrophalen Ereignissen 1965 und 1966. Allein an der Drau entstanden auf eine Länge von 25 Kilometern teils schwere Schäden.

Großer Einsatz bei Beseitigung von Schäden

„Im vergangenen halben Jahr wurde extrem viel geleistet, um die Schäden, die das Sturmtief VAIA in Osttirol verursacht hat, zu beseitigen und den Schutz für Siedlungen und Verkehrswege wieder herzustellen“, bedankt sich LHStv Josef Geisler nicht nur bei den Einsatzkräften für den Katastropheneinsatz, sondern auch bei alle jenen, die seit dem Unwetter unermüdlich tätig sind. 500.000 Kubikmeter Schadholz gilt es aus den Wäldern zu bringen, der stark in Mitleidenschaft gezogene Drauradweg ist provisorisch bereits wieder befahrbar und beschädigte Ufersicherungen mussten wiederhergestellt werden.

Millionen-Investitionen für technische Schutzmaßnahmen

15 Millionen Euro wird allein die Aufarbeitung der Sturmschäden im Osttiroler Wald kosten. 27 Millionen Euro müssen im Zuge von Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung in technische Maßnahmen investiert werden, damit der langfristige Schutz für Siedlungen, Verkehrswege und Infrastruktureinrichtungen gewährleistet ist. „Wir sind bemüht, das hohe Schutzniveau mit vereinten Kräften wiederherzustellen“, so Sicherheitsreferent LHStv Geisler.