LH Platter: „Eigener Landeshubschrauber ist unerlässlich“

Offizielle Übergabe des Landeshubschraubers am Flughafen Innsbruck

Kategorien:  LH Platter LHStv Geisler Sicherheit Katastrophenschutz AutorIn: Bettina Sax
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(v.li.): Reinhard Schnakl, Gruppenleiter BMI, Landespolizeidirektor Helmut Tomac, BM Wolfgang Peschorn, LH Günther Platter, LHStv Josef Geisler, Leiter der Flugpolizei Werner Senn und Pilot Hans Schlager, Leiter der Flugeinsatzstelle Innsbruck.
(v.li.): Reinhard Schnakl, Gruppenleiter BMI, Landespolizeidirektor Helmut Tomac, BM Wolfgang Peschorn, LH Günther Platter, LHStv Josef Geisler, Leiter der Flugpolizei Werner Senn und Pilot Hans Schlager, Leiter der Flugeinsatzstelle Innsbruck.
Pfarrer Mariusz Sacinski segnete den Landeshubschrauber.
Pfarrer Mariusz Sacinski segnete den Landeshubschrauber.
(v.li.): Werner Senn, Leiter der Flugpolizei, LH Günther Platter, BM Wolfgang Peschorn und Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler.
(v.li.): Werner Senn, Leiter der Flugpolizei, LH Günther Platter, BM Wolfgang Peschorn und Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler.
Im Anschluss an die Übergabe: LH Günther Platter und Werner Senn, Leiter der Flugpolizei im BMI.
Im Anschluss an die Übergabe: LH Günther Platter und Werner Senn, Leiter der Flugpolizei im BMI.
LH Günther Platter betonte die Wichtigkeit des Landeshubschraubers für die Sicherheit der Bevölkerung im Sinne des Zivil- und Katastrophenschutzes.
LH Günther Platter betonte die Wichtigkeit des Landeshubschraubers für die Sicherheit der Bevölkerung im Sinne des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Schauplatz ÖAMTC-Stützpunkt am Flughafen Innsbruck: Der vom Land Tirol angekaufte Landeshubschrauber wurde heute, Donnerstag, offiziell vom Bundesministerium für Inneres (BMI) übergeben. Was den Hubschrauber so besonders macht, ist seine spezielle Ausstattung, wodurch er vor allem für den landesweiten Zivil- und Katastrophenschutz eingesetzt werden kann. Bundesminister Wolfgang Peschorn, LH Günther Platter, Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler, Landespolizeidirektor Helmut Tomac und Werner Senn, Leiter der Flugpolizei im BMI, präsentierten den Hubschrauber der Öffentlichkeit: „Gerade im Bundesland Tirol ist der Hubschrauber ein wichtiges Einsatzmittel, da es immer wieder Fälle gibt, bei denen Menschen aus einer Notsituation in den Bergen gerettet werden und dabei Polizistinnen und Polizisten an ihre Grenzen stoßen. Deshalb möchte mich in diesem Rahmen bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Flugpolizei für ihre großartige Arbeit bedanken“, sagt BM Peschorn.

450 Flugstunden für den Zivil- und Katastrophenschutz in Tirol

Bis zur nun erfolgten Auslieferung des Hubschraubers war ein bestehendes Fluggerät der Polizei im Einsatz. Seit Dezember 2017 absolvierte dieses rund 450 Flugstunden für den Zivil- und Katastrophenschutz, allein im heurigen Winter waren es rund 70 Stunden für Lawinenerkundungsflüge. „Die bisherigen Einsatzzahlen zeigen, dass die Anschaffung eines eigenen Landeshubschraubers wichtig und richtig ist, um die Sicherheit der Tirolerinnen und Tiroler zu gewährleisten“, sagt LH Platter. So sei Tirol aufgrund seiner Topographie in besonderem Maße auch Naturgefahren ausgesetzt, auf die man sich bestmöglich vorbereiten müsse. „Eine unmittelbare Einsatzbereitschaft durch einen permanent in Tirol stationierten Hubschrauber ist daher unerlässlich“, ist der Landeshauptmann überzeugt. Das bestätigt auch LHStv Geisler anhand konkreter Beispiele: „Der Landeshubschrauber hat sich bestens bewährt und bringt eine massive Erleichterung für alle Einsatzbereiche. Gerade bei außergewöhnlichen Schneesituationen wie etwa zu Beginn des heurigen Jahres aber auch beim Felssturz in Vals, Waldbränden, Erkundungsflügen der Lawinenkommissionen oder der Landesgeologie, Einsätzen der Bergrettung und vielem mehr war die schnelle Verfügbarkeit des Landeshubschraubers von großem Vorteil.“

Spezielle Ausrüstung von Suchscheinwerfern bis zum Doppellasthaken

Auch Landespolizeidirektor Tomac ist von der Notwendigkeit überzeugt: „Der zweite Hubschrauber der Polizei in Tirol hat für die Bevölkerung allein in Zusammenhang mit dem Abzug des Bundesheerhubschraubers enorme Bedeutung. Ob im Katastrophenschutz, im Hilfs- und Rettungswesen oder in der Polizeiarbeit an sich – in allen Einsatzbereichen bedeutet dieser Hubschrauber eine nachhaltige Steigerung der Einsatzbereitschaft. Als Polizei ist es mir wichtig, dass wir in Not geratenen Menschen rasch zur Hilfe kommen können, dass wir ohne Verzug nach abgängigen Personen suchen oder Fahndungen nach Tatverdächtigen durchführen können – auch dann, wenn sich Ereignisse überschlagen und sich zeitgleich ereignen.“

Äußerlich entspricht der Hubschrauber durch die Farben silber, blau und rot jenem der Polizei, zusätzlich ist er mit dem Landes-Logo versehen. Ausgerüstet ist er unter anderem mit Suchscheinwerfern, einem Außenlastkorb, einem Kollisionswarnsystem und speziellen Nachtflugsystemen. Der „Doppellasthaken“ zur Personenbergung und Bekämpfung von Waldbränden ist ein weiteres zentrales Ausstattungselement. Zudem wurde im Vorjahr vonseiten des Landes ein spezieller Behälter angeschafft, mit dem bis zu 1.000 Liter Löschwasser transportiert werden können.

Die Regelungen zum Landeshubschrauber sind in einer 15a-Vereinbarung zu finden, die zwischen dem Bund und dem Land getroffen wurde: Der Bund stellt den Hubschrauber zur Verfügung und trägt die Kosten für den laufenden Betrieb. Das Land Tirol übernimmt den Kaufpreis bis zu maximal vier Millionen Euro, welcher mit 3,3 Millionen Euro exklusive Umsatzsteuer eingehalten wurde.

„Als Landeshauptmann bin ich stolz auf das perfekt funktionierende Zusammenspiel der Blaulicht- bzw. Einsatzorganisationen und Behörden in Tirol. Mit dem Landeshubschrauber werden sie in ihrer Arbeit im Ernstfall bestmöglich unterstützt. Die Sicherheit in unserem Land hat stets oberste Priorität, da gibt es keine Kompromisse“, so LH Platter.


Zahlen, Daten, Fakten

Der Landeshubschrauber

• Typbezeichnung: AS350 / H125, Variante B3e
• Länge: 12,94 Meter, Breite: 2,53 Meter
• Rotordurchmesser: 10,69 Meter
• Sechs Sitzplätze (davon ein/e PilotIn)
• Höchst zulässige Abflugmasse: 2.800 Kilogramm mit Außenlast

Einsätze seit Dezember 2017

• Über 300 Flugaufträge für Lawinenerkundungen und -einsätze, Feuerwehr, Landesgeologie und Übungen
• Rund 450 Flugstunden