LH Platter: „Zusammenarbeit ist gerade in Krisenzeiten enorm wichtig“

Tiroler Gesundheitsbehörden, Polizei und Bundesheer in enger Abstimmung

Kategorien:  LH PlatterSicherheitGesundheit & VorsorgeCorona AutorIn: Maximilian Brandhuber
andespolizeidirektor Edelbert Kohler, Landeshauptmann Günther Platter sowie Militärkommandant Ingo Gstrein über die bisherigen Erfahrungen im Zuge der Coronavirus-Maßnahmen.
V.li.: Landespolizeidirektor Edelbert Kohler, LH Günther Platter sowie Militärkommandant Ingo Gstrein über die bisherigen Erfahrungen im Zuge der Coronavirus-Maßnahmen.

Heute, Freitag, informierte LH Günther Platter gemeinsam mit Landespolizeidirektor Edelbert Kohler und dem Tiroler Militärkommandanten Ingo Gstrein über die bisherigen Erfahrungen mit den im Zuge der Coronakrise getroffenen Maßnahmen. LH Platter betonte dabei einmal mehr die vorbildliche Verhaltensweise der Tiroler Bevölkerung und appellierte weiterhin an deren Durchhaltevermögen: „Fakt ist, dass die von den Gesundheitsbehörden getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Es gibt einen deutlichen Rückgang bei den positiven Testungen. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung und die Tirolerinnen und Tiroler leisten mit ihrem vorbildlichen Verhalten einen wichtigen Beitrag dazu. Noch haben wir die Krise aber nicht überstanden, es gilt weiter durchzuhalten.“ Die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen, die noch bis 13. April gelten, werde in enger Abstimmung mit der Bundesregierung festgelegt und Anfang nächster Woche bekanntgegeben.

Kontrollen zur Einhaltung von Regeln auch im alpinen Bereich

Im Zuge der verschärften Kontrollen wegen der getroffenen Quarantänemaßnahmen verzeichnete die Tiroler Polizei bisher rund 2.300 Anzeigen wegen Übertretung im Zuge des COVID 19 Maßnahmengesetzes. „Ein Großteil der Tiroler Bevölkerung hält sich seit knapp drei Wochen an die vom Land Tirol als Gesundheitsbehörde verordneten Verkehrsbeschränkungen nach dem COVID 19 Maßnahmengesetz – vor allem an die Vorgaben, derzeit keine Bergsportdisziplinen durchzuführen und den alpinen Bereich generell zu meiden. Der polizeiliche Alltag abseits der Coronavirus-Krise verläuft sehr ruhig. Wir verzeichneten hier im Monat März um die Hälfte weniger Strafrechtsdelikte. Somit können die Polizistinnen und Polizisten bestmöglich für die Aufgaben der Gesundheitsbehörden eingesetzt werden. Eine weitere wesentliche Aufgabe der Polizei sowie des Österreichischen Bundesheeres ist die Sicherung der Grenzen: Bis dato wurden bei 70.000 Personen Grenzkontrollen an 13 Grenzübergängen nach Deutschland, Italien und der Schweiz durchgeführt“, informiert Landespolizeidirektor Kohler.

Da in den nächsten Tagen eine Schönwetterperiode bevorsteht und davon auszugehen ist, dass einige Personen diese Frühjahresbedingungen für Schitouren oder Bergwanderungen ausnützen wollen, ersucht die Polizei die Bevölkerung eindringlich zu Hause zu bleiben und die Berge zu meiden. Werden trotzdem Personen im alpinen Gelände angetroffen, kann es zu einer Anzeigeerstattung mit einem dementsprechenden Strafausmaß von bis zu 3.600 Euro kommen wird. Diesbezüglich werden in den nächsten Tagen durch die Alpinpolizei mit Unterstützung der Flugpolizei verstärkt Kontrollen im alpinen Bereich durchgeführt.

Unterstützung durch das Österreichische Bundesheer

Das Militärkommando Tirol unterstützt die Behörden und Organisationen beim Kampf gegen den Coronavirus mit mehr als 450 SoldatInnen. Diese kontrollieren gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden und der Polizei die geordnete Ein- und Ausreise aus den Quarantänegebieten und den Landesgrenzen. Zudem stehen über 100 SoldatInnen im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an der Südgrenze zum Schutz vor illegaler Migration. „Das Militärkommando Tirol unternimmt alles, um die eigenen Soldatinnen und Soldaten einsatzbereit zu halten. Von Beginn an halten wir sehr engen Kontakt zu den Gesundheitsbehörden. Gemeinsam haben wir Maßnahmen zum Schutz unserer Einsatzkräfte entwickelt. Die Soldatinnen und Soldaten waschen und desinfizieren regelmäßig ihre Hände und halten Abstand zueinander. Räume, wie zum Beispiel die Speisesäle oder Schlafbereiche, werden nur mehr sehr aufgelockert benützt. Erforderliche Schutzausrüstung ist vorhanden und wird eingesetzt. Unser Ziel ist es weiterhin für die Sicherheit der Tiroler Bevölkerung sorgen zu können“, so Militärkommandant Gstrein.