LR Tratter: „Tirol geht bei Gemeindekooperationen mit gutem Beispiel voran“

Osttiroler und Kärntner Projekt mit GEKO 2020 ausgezeichnet

Kategorien:  GemeindenLR TratterGemeinden AutorIn: Maximilian Brandhuber
V.li.: LR Johannes Tratter mit den Vertretern des drittplatzierten Projekts "Klima- und Energiemodellregion Alpbach" Rainer Unger, Modellregions-Manager, und Rudolf Puecher, Bgm Brixlegg, sowie Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes Christian Härting.
V.li.: LR Johannes Tratter mit den Vertretern des zweitplatzierten Projekts Bgm Georg Viertler (Telfes) und Bgm Daniel Stern (Mieders) sowie Christian Härting.
V.li.: LR Johannes Tratter, Alois Rathgeb (Geschäftsführer GemNova), Josef Außerlechner (Bgm Kartitsch), Matthias Scherer (Bgm Obertilliach), Manfred Lanzinger (Bgm Untertilliach) Johann Windbichler (Bgm Lesachtal) sowie Christian Härting.

Bereits zum vierten Mal holen das Land Tirol und der Tiroler Gemeindeverband mit Unterstützung der GemNova Gemeinden vor den Vorhang, die besonders eng zusammenarbeiten und so gelungene gemeinschaftliche Projekte verwirklichen konnten. Heute, Montag, wurde der Gemeindekooperationspreis – GEKO – 2020 offiziell verliehen: Schlussendlich hat sich das Projekt „Vier Gemeinden I Ein Lebensraum“ der drei Osttiroler Gemeinden Kartitsch, Obertilliach und Untertilliach sowie der Kärntner Gemeinde Lesachtal durchgesetzt.

„Viele größere Umsetzungen wären für eine Gemeinde alleine nicht zu stemmen – umso wichtiger ist es, dass wir diesen Zusammenhalt und die Vorteile aus gemeindeübergreifenden Vorhaben vor den Vorhang holen. Das Siegerprojekt ist ein Paradebeispiel dafür, was durch Kooperation – in diesem Fall sogar bundesländerübergreifend – möglich ist“, würdigt Gemeindelandesrat Johannes Tratter den Verdienst der Siegergemeinden. Christian Härting, Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes, ergänzt: „Eine gemeinsame Marke entwickeln, die Zusammenarbeit der Schulen und Kindergärten forcieren sowie Maßnahmen für eine verbesserte Mobilität umsetzen – das Siegerprojekt besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit. Ziel dabei ist, einen gemeinsamen Lebensraum mit bestmöglichen Lebensbedingungen zu schaffen. Die wahren Gewinner sind also die Bürgerinnen und Bürger in der Region, welche von den zahlreichen Vorhaben profitieren.“

Preisgeld für ersten drei Platzierungen

Das Siegerprojekt, das durch eine Fachjury sowie über ein Online-Voting ermittelt wurde, erhält eine Prämie in der Höhe von 8.000 Euro. Zudem haben die BürgerInnen aller beteiligten Gemeinden die Gelegenheit, bei einer GEKO-Feier noch näher zusammenzurücken. „Wir freuen uns über die Anerkennung und werden unseren gemeinsamen Weg auch künftig fortsetzen“, so die Bürgermeister der erfolgreichen Gemeinden Josef Außerlechner (Kartitsch), Matthias Scherer (Obertilliach), Manfred Lanzinger (Untertilliach) und Johann Windbichler (Lesachtal). Auch die zweit- und drittplatzierten Projekte gehen nicht leer aus: Für sie gibt es 4.000 Euro und 3.000 Euro Preisgeld.

Rekordbeteiligung bei Online-Voting

Mit über 27.000 abgegebenen Stimmen beim Online-Voting wurde die Beteiligung der letzten Jahre erneut deutlich übertroffen. Für LR Tratter ein erfreulich hoher Zuspruch: „Aufgrund der positiven Resonanz und um die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zu fördern, wird der GEKO auch 2021 wieder vergeben. Ich danke allen teilnehmenden Gemeinden, den Mitgliedern der Jury und der Gemeindeabteilung für ihr Engagement.“

Link zum Landes-Film „GEKO 2020“: www.youtube.com/watch?v=8Wj1DldqPy0


Factbox Siegerprojekte

1. Platz: Vier Gemeinden I Ein Lebensraum

Die Gemeinden des Kärntner Lesachtales und Tiroler Gailtales Kartitsch, Lesachtal, Obertilliach und Untertilliach haben beschlossen, ihre Stärken zu bündeln. Unter Einbindung der Bevölkerung wurde im Sommer 2019 ein umfangreicher Maßnahmenplan mit über 50 Projekten ausgearbeitet. In den nächsten Jahren sollen diese umgesetzt werden. Ziel: Einen gemeinsamen Lebensraum mit bestmöglichen Lebensbedingungen schaffen!

2. Platz: Stubai united

Mit dem Projekt „Stubai United“ haben die fünf Stubaier Gemeinden Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes im Jahr 2017 unter dem Motto „Stubai – unser Weg in die Zukunft!“ begonnen, einen Regionalentwicklungsprozess für das Stubaital zu entwickeln. Zahlreiche Maßnahmen, beispielsweise der gemeinsame Fußballverein FC Stubai sowie eine Mitfahrbörse zur Reduzierung des PendlerInnenverkehrs, wurden bereits umgesetzt.

3. Platz: Klima- und Energiemodellregion Alpbach

Die Gemeinden Alpbach, Brixlegg, Kramsach und Reith im Alpbachtal haben sich Anfang 2019 zur Klima- und Energiemodellregion Alpbachtal zusammengeschlossen. Gemeinsam wird ein Ziel verfolgt: Zu 100 Prozent saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Einige Vorzeigeprojekte – beispielsweise das eCarsharing-Angebot „floMOBIL“ – wurden bereits realisiert.