LRin Palfrader präsentiert Neuerungen der Wohnbauförderung

Info-Veranstaltung für leistbares Wohnen in Breitenwang

Kategorien:  Bauen & Wohnen LRin Palfrader AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Heute wurden in Reutte die Neuerungen der WBF vorgestellt: v.li. Franz Mariacher, GF Tigewosi, LRin Beate Palfrader, BH Katharina Rumpf und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand der WBF
Heute wurden in Reutte die Neuerungen der WBF vorgestellt: v.li. Franz Mariacher, GF Tigewosi, LRin Beate Palfrader, BH Katharina Rumpf und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand der WBF

Unter dem Motto „Tirol Zuhause“ – Neuerungen der Tiroler Wohnbauförderung lud Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader im Rahmen einer tirolweiten Bezirkstour zu einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung nach Breitenwang ein.

Inhalt waren unter anderem die Verbesserungen und die aktuellen Vorhaben im Bereich der Wohnbauförderung. „Das Land Tirol investiert dieses Jahr 328 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen für das Wohnen – das sind fast 900.000 Euro pro Tag“, erklärte LRin Palfrader.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Information über die neue Wohnbauförderung, das 5-Euro-Wohnen, die neu gestaltete Mietunterstützung sowie die Verlängerung der Sanierungsoffensive. Neben LRin Palfrader erläuterte BH Katharina Rumpf die Wohnsituation im Bezirk Reutte: „Leistbares Wohnen ist im Bezirk Reutte, vor allem für junge Familien, ein wichtiges Thema. Dies betrifft nicht nur den Zentralraum von Reutte, sondern auch unsere Talschaften. Daher ist die Offensive des Landes Tirol für leistbares Wohnen für die Menschen im Außerfern von besonderer Bedeutung.“

5-Euro-Wohnprojekte in Tirol

In zahlreichen Bezirken wurden bereits 5-Euro-Wohnprojekte umgesetzt. Weitere sind in Planung. „Wir schaffen dadurch erschwinglichen Wohnraum, was für junge Familien besonders wichtig ist“, betonte LRin Palfrader. Kurz vor der Informationsveranstaltung für BürgerInnen fand auch eine Konferenz für BürgermeisterInnen des Bezirks statt. LRin Palfrader: „Wir wollen den Gemeindevertreterinnen und -vertretern erläutern, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt.“ Ausschlaggebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken.

Die Änderungen in der Wohnbauförderung

Detailliert berichtete LRin Palfrader über die verschiedenen Änderungen in der Wohnbauförderung, die seit Jänner 2019 in Kraft sind. So wurden die Mietunterstützungen, aber auch die Wohnbauförderung kräftig angehoben. Darüber hinaus informierte die Wohnbaulandesrätin über vier gerade beschlossene Neuerungen: „Erstens wurden die Einkommensgrenzen angehoben, damit mehr Menschen in den Genuss der Wohnbauförderung kommen. Des Weiteren wurde die Förderung beim Bau eines Eigenheims von 39.000 Euro auf 45.000 Euro kräftig angehoben.“

Völlig neu sind die Extra-Zuschüsse für Kleinbauvorhaben bis zwölf Wohneinheiten in ganz Tirol. Ebenfalls aus der Taufe gehoben wurde eine neue Wohnbauförderung für ländliche Gemeinden. 80 Tiroler Gemeinden sind davon begünstigt, alleine 21 davon im Außerfern. Bauvorhaben werden mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zusätzlich unterstützt. „Damit wollen wir ländliche Gemeinden stärken und gleichzeitig der Abwanderung in die Zentralräume entgegenwirken“, erklärte LRin Palfrader.

Unterstützung beim Bau von Alten- und Pflegeheimen

Auch die Errichtung von Alten- und Pflegeheimplätzen wird im Rahmen der Wohnbauförderung massiv erleichtert, da die Unterstützung für die betreibenden Gemeinden spürbar erhöht wird.

Sanierungsoffensive wird neu überarbeitet

Der „Renner“ der letzten Jahre, die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive erfreut sich auch heuer wieder großer Beliebtheit. LRin Palfrader kündigt an: „Wir werden uns überlegen, was wir im Bereich der Sanierung noch besser machen können. Das wird Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.“ Weitere Details rund um Sanierung und Energieeinsparung folgten von Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol: „Das Bedürfnis nach einem Zuhause, das den eigenen Vorstellungen entspricht, spielt im Leben vieler Tirolerinnen und Tiroler eine zentrale Rolle. Nicht allein deshalb liegt in den privaten Haushalten ungeheures Potenzial für die Erreichung von TIROL 2050 energieautonom. Und wer energieeffizient baut, wird dreifach belohnt: mit dem Förderbonus des Landes, reduzierten Energie- und Heizungskosten sowie erhöhtem Wohnkomfort.“

Gemeinnützige Bauträger – Partner der Gemeinden

Die Gemeinnützigen Bauträger in Tirol stellen der Tiroler Bevölkerung günstigen Wohnraum zur Verfügung. Die Gemeinnützigen begrüßen die Maßnahmen des Landes Tirol um leistbaren Wohnraum zu schaffen. Der Obmann Franz Mariacher: „Die Gemeinnützigen investieren heuer wieder über 300 Millionen Euro in den geförderten Wohnbau. Neben dem Neubau wird auch stark in die Sanierung bestehender Objekte investiert. So sind wir ein wichtiger Motor für die Wirtschaft. Wichtig ist dass, wie im Maßnahmenpaket enthalten, an vielen Stellschrauben gedreht wird um das gemeinsame Ziel, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, zu erreichen. Eine große Herausforderung stellt, neben den derzeit der guten Konjunktur geschuldeten hohen Baukosten, die Beschaffung von günstigen Grundstücken dar.“