Mädels, you can!

Frauenlandesrätin Gabriele Fischer zum Internationalen Mädchentag

Kategorien:  Frauen & Gleichstellung LRin Fischer AutorIn: Iris Reichkendler
Frauenlandesrätin Gabriele Fischer
Frauenlandesrätin Gabriele Fischer

„Noch nie waren die Chancen für junge Frauen so vielfältig. Und noch nie war das Erreichte gleichzeitig so gefährdet“, sagt Frauenlandesrätin Gabriele Fischer anlässlich des Internationalen Mädchentages, der morgen, am 11. Oktober, weltweit begangen wird.

So waren nach der –von Männern ausgelösten – Finanz- und Wirtschaftskrise zwar einerseits viele Frauen wie Angela Merkel, Christine Lagarde oder auch die damalige isländische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir als Problemlöserinnen am Zug. Andererseits haben Frauen aber nicht in gleichem Ausmaß von der sich erholenden Wirtschaft profitiert wie Männer. So wurden männerdominierte Sektoren des Wirtschaftsmarktes, die wie etwa die Mobil- und Bauindustrie besonders betroffen waren, mit starken Konjunkturprogrammen unterstützt, um das Einkommen des „männlichen Ernährers“ zu sichern. Im Gegensatz dazu waren frauendominierte Sektoren wie im Dienstleistungsbereich zwar weniger betroffen, doch wird Arbeit dort immer noch schlecht entlohnt. Auch was die Vermögensverteilung, die Steuerpolitik und auch die soziale Absicherung betrifft, sind Frauen nach wie vor im Nachteil.

Ein Resultat der Finanzkrise war, dass die Angst vor Globalisierung wuchs, was in vielen Gesellschaften das Erstarken von nationalkonservativen Weltanschauungen mit sich brachte, welche die Gleichstellung von Frauen wenig bis gar nicht auf der Agenda haben.

„Umso wichtiger ist es, dass Frauen und Mädchen Gleichstellung massiv einfordern und Emanzipation und Selbstständigkeit Tag für Tag leben“, ist LRin Fischer überzeugt. „Denn Gleichstellung ist keine Selbstverständlichkeit – man denke nur an die eigene Großmutter, die die Unterschiede in den Lebenssituationen von Mann und Frau noch deutlicher erlebt hat“.