Mit Evaluierung Bedarfsanpassung für Betreuung zu Hause und im Heim

Strukturplan Pflege: Flächendeckende und hochqualitative Versorgung für den Bezirk Kitzbühel

Kategorien: LR Tilg, BH Kitzbühel, Pflege AutorIn: Robert Schwarz
Stefan Jöchl, PV Leukental, Josef Kahn, PV Brixental-Wildschönau, Konrad Walk, PV Pillerseetal, Kathrin Eberle, Landesabteilung für Soziales LR Bernhard Tilg, BH Michael Berger.
Regionalkonferenz für Pflege im Bezirk Kitzbühel: Von links Stefan Jöchl, PV Leukental, Josef Kahn, PV Brixental-Wildschönau, Konrad Walk, PV Pillerseetal, Kathrin Eberle, Landesabteilung für Soziales LR Bernhard Tilg, BH Michael Berger.

Der „Strukturplan Pflege 2012 – 2022“ beschreibt die sozialpolitischen Zielsetzungen des Landes: Das gilt für die Sicherung und den Ausbau der bedarfsgerechten Versorgung pflegebedürftiger TirolerInnen zu Hause und im Heim mit leistbaren Betreuungsleistungen. Diese Entscheidungsgrundlage der Landesregierung wurde angesichts sich ändernder Anforderungen und der gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Jahre weiterentwickelt. Im Stadtamt Kitzbühel präsentierte Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg gemeinsam mit Sozialabteilungsvorständin Kathrin Eberle, BH Michael Berger und den Obleuten der drei Planungsverbände die Ergebnisse dieser Evaluierung des Tiroler Pflegeplanes für den Bezirk Kitzbühel.

Evaluierung bestätigt Pflegepolitik des Landes

LR Bernhard Tilg stellte zur bevorstehenden Bedarfsanpassung für die ambulante und stationäre Pflege im Bezirk Kitzbühel klar: „Seit 2012 wurde der Pflegeplan des Landes konsequent umgesetzt. Das Leistungsangebot für die pflegebedürftigen Menschen zu Hause und im Heim wurde seither in ganz Tirol, auch im Bezirk Kitzbühel, nachhaltig ausgebaut. Die Evaluierung bestätigt die Pflegepolitik des Landes ‚mobil vor stationär‘ auf ganzer Linie. Der Bevölkerung im Bezirk Kitzbühel kann damit die Sicherheit geboten werden, dass die notwendige Pflege auch weiterhin in bestmöglicher Versorgungsqualität im mobilen wie im stationären Pflegebereich gewährleistet wird.“

Pflegeschule St. Johann ab Herbst 2019 in Betrieb

„Wir arbeiten bereits an der Umsetzung eines einheitlichen tirolweiten Gehaltssystems für die Pflegekräfte, das im Jahr 2020 in Kraft treten soll“, ruft LR Tilg begleitende Maßnahmen zur Attraktivierung der Pflegeberufe in Erinnerung. Im neuen System werden die Pflegekräfte in den Betreuungseinrichtungen, Pflegeheimen und Sprengeln jenen in den Krankenhäusern finanziell gleich gestellt. Außerdem soll die berufsbegleitende Pflegeausbildung im zweiten Bildungsweg erleichtert werden. Um 3,5 Millionen Euro Millionen wird gleichzeitig beim Bezirkskrankenhaus St. Johann eine neue Schule für Gesundheits- und Krankenpflege errichtet. „Diese im Herbst 2019 in Betrieb gehende Einrichtung ist eine äußerst sinnvolle Weiterentwicklung des Pflegeplanes des Landes für den Bezirk Kitzbühel, um direkt in der Region qualifizierte Pflegekräfte für die Region wohnortnah ausbilden zu können. Hier entsteht ein Bildungszentrum für die stationäre Pflege in Krankenanstalten sowie Heimen, aber auch für die Pflege zu Hause und weitere Einrichtungen im Gesundheitswesen“, informierte LR Tilg.

Planungsverbände wirken im Bezirk mit

Der Itterer Bgm Josef Kahn, Obmann des Planungsverbandes Brixental-Wildschönau, der Reither Bgm Stefan Jöchl als Obmann des Planungsverbandes Leukental sowie Konrad Walk, Bgm von Hochfilzen und Obmann des Planungsverbandes Pillerseetal, stellten bei der Präsentation fest: “Die Evaluierung des Pflegeplanes geht genau in die richtige Richtung und unterstützt unsere gemeinsamen Anstrengungen, den Menschen im Bezirk im Lebensalltag behilflich zu sein."

Nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz wurde den Planungsverbänden im Jahr 2012 die Festlegung der Standorte für die Pflegedienstleistungsangebote im Eigenverantwortungsbereich übertragen. Die Finanzierung des Pflegestrukturplanes wird durch das Land Tirol maßgeblich unterstützt – ressortübergreifend durch Investitionsfördermittel, Wohnbaudarlehen, Annuitätenzuschüsse und Mittel aus dem Gemeindeausgleichfonds.