Nach Hangrutsch: Brennerbundesstraße bis auf Weiteres gesperrt

Betroffener Hang bei Mühlbachl nach wie vor massiv in Bewegung.

Kategorien: Verkehr, Sicherheit AutorIn: Rainer Gerzabek
Der massive Wasseraustritt aus dem Hang lässt immer wieder auch weiteres Murenmaterial mitgehen.
Der massive Wasseraustritt aus dem Hang lässt immer wieder auch weiteres Murenmaterial mitgehen.

Nach einem Murenabgang auf die Brennerbundesstraße B182 bei Mühlbachl ist der betroffene Straßenabschnitt im Bereich von Matreiwald seit gestern, Mittwoch, 21 Uhr, für jeden Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die A13 Brennerautobahn. Nach einer Begehung mit Fachleuten heute, Donnerstagvormittag, steht fest, dass sich der betroffene Hang nach wie vor massiv bewegt.

Bachbildung im Hang

„Die Brennerbundesstraße wurde auf eine Länge von rund 20 Metern zwei bis drei Meter hoch mit Geröll, Baumstämmen und Schlamm verlegt. Im betroffenen Hang ist noch viel Wasser drin und es rinnt ein Bach im Hang, wo sonst keiner fließt“, schilderte Klaus Lamplmayr vom Sicherheitsreferat der BH Innsbruck die aktuelle Situation nach einer Begehung der Unglücksstelle.

Unglücksursache „Hangexplosion“

Landesgeologe Gunther Heißel betonte nach der Besichtigung: „Die großen Niederschläge in der letzten Zeit haben dem ohnehin schon kriechend-rutschenden Hang stark zugesetzt, sodass er die Drainagen der Brennerautobahn aufgerissen hat. Durch dieses zusätzliche Wasser ist es dann zu einer sogenannten ‚Hangexplosion‘ gekommen und die Mure abgegangen. Derzeit befindet sich der Hang nach wie vor massiv in Bewegung.“

Straßensanierung erst nach Hangtrocknung

Aus diesem Grund bleibt die Brennerbundesstraße bis auf Weiteres gesperrt. „Zuerst muss dieser Hang einmal trocknen, was wegen der vorausgesagten Niederschläge wohl noch länger dauern wird“, erklärt Landesgeologe Heißel. Danach erst kann dann mit der Sanierung des Straßenabschnitts begonnen werden. In einer weiteren Besprechung werden nun vor Ort Maßnahmen zur Sicherung des Hanges überlegt.