Nach Mure und Steinschlag: Ötztalstraße zwischen Zwieselstein und Untergurgl bis auf Weiteres gesperrt

Nach Erkundungsflug: Hang befindet sich noch in Bewegung.

Kategorien:  SicherheitKatastrophenschutzLawinen/Muren/HochwasserVerkehr AutorIn: Rainer Gerzabek
Laufende Nachbrüche auf die Leckgalerie verhindern den Start von Sicherungsarbeiten.
Laufende Nachbrüche auf die Leckgalerie verhindern den Start von Sicherungsarbeiten.
Die Abbruchstelle befindet sich 500 Meter oberhalb der B 186 Ötztalstraße zwischen Zwieselstein und Untergurgl.
Die Abbruchstelle befindet sich 500 Meter oberhalb der B 186 Ötztalstraße zwischen Zwieselstein und Untergurgl.

Nach einer Mure samt Felssturz auf die Leckgalerie gestern, Donnerstagnachmittag, bleibt die B 186 Ötztalstraße im Abschnitt zwischen Zwieselstein und Untergurgl bis auf Weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt. Im Zuge eines Erkundungsflugs mit dem Landeshubschrauber stellte die Landesgeologie fest, dass nach wie vor weiteres Material auf die Galerie niedergeht.

„Der orthographisch linke Taleinhang - der sich ungefähr auf der Höhe der gegenüberliegenden Seite der Mautstation Timmelsjoch befindet - weist seit mehreren Tagen Bewegungen auf, die im Zusammenhang mit der Schneeschmelze stehen. Im Zuge unseres heutigen Lokalaugenscheins und der durchgeführten Befliegung mit dem Landeshubschrauber mussten wir feststellen, dass der Abbruchbereich rund 500 Meter oberhalb der Ötztalstraße bei der Leckgalerie weiterhin aktiv in Bewegung steht“, erklärten die Landesgeologinnen Petra Nittel-Gärtner und Katharina Gröbner nach einer Besprechung der Beobachtungsergebnisse die aktuelle Situation. So komme es laufend zu Nachbrüchen, Muren oder Stein- und Blockschlägen.

„Aufgrund der derzeitigen Gefährdungssituation können keine weiteren Sicherungsarbeiten oder anderweitige Maßnahmen gesetzt werden.“ Deshalb bleibt die Sperre der Ötztalstraße im betroffenen Abschnitt vorerst weiter aufrecht. „Wir werden am kommenden Dienstag bei einem weiteren Lokalaugenschein die Situation neuerlich begutachten“, kündigten die beiden Landesgeologinnen an. Die Versorgung der Bevölkerung wird durch eine Luftbrücke gewährleistet.