Nachweis von Wolf-DNA an gerissenem Reh im Kaunertal

Ergebnis der DNA-Analyse von Wildriss Ende April liegt vor

Kategorien:  Wald BH Landeck AutorIn: Christa Entstrasser-Müller

Ende April haben Jäger im Kaunertal zwei wolfsähnliche Tiere beobachtet. Vom Kadaver eines tot aufgefundenen Rehs wurde sodann eine Probe genommen und zur genetischen Untersuchung an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinische Universität Wien geschickt. „Mit der Untersuchung konnte die DNA von einem Wolf nachgewiesen werden“, gibt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, bekannt. Weitere genetische Untersuchungen werden durchgeführt. Diese werden jedoch einige Wochen dauern.

Vorsorgemaßnahmen durch NutztierhalterInnen

Seit Ende April sind im Kaunertal beziehungsweise in der Region keine weiteren Beobachtungen oder eventuell auf große Beutegreifer zurückzuführende Risse an Wildtieren gemeldet worden. Die NutztierhalterInnen im Kaunertal werden aber vorsorglich zu besonderer Aufmerksamkeit aufgerufen. „Nutztiere, die sich auf den Heimweiden befinden, sollten nach Möglichkeit in der Nacht in den Stall gebracht oder entsprechend eingezäunt werden“, empfiehlt Josef Gitterle von der Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei.

Im Sommer vergangenen Jahres wurden im Gemeindegebiet von Fiss zwei Tiere fotografiert, bei denen es sich vermutlich um Wölfe handelte. Eine genetische Bestätigung gab es damals aufgrund fehlender Proben allerdings nicht. Aus diesem Grund könne man auch keine belastbare Aussage über einen Zusammenhang der Sichtungen im letzten und im heurigen Jahr treffen.

Grundsätzlich wird darum gebeten, allfällige Sichtungen, Bilder oder auch Risse dem Amtstierarzt der jeweils zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu melden. Grundsätzliche Verhaltensregeln sowie weitere Informationen zum Thema große Beutegreifer und zum Einzäunen unter Externer Link www.tirol.gv.at/baer-wolf-luchs