„Notärztliche Versorgung ist langfristig zu hundert Prozent garantiert“

LR Tilg: „Land Tirol unterstützt das Pilotprojekt ‚mobile Notfalleinheit Matrei/Osttirol‘!“

Kategorien:  SozialesSicherheitEinsatzorganisationenLR TilgGesundheit AutorIn: Öffentlichkeitsarbeit
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg: "Das schnelle Eintreffen von qualifizierten Ersthelfern beim Patienten ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine qualitativ hochwertige rettungsdienstliche Versorgung.“
Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg: "Das schnelle Eintreffen von qualifizierten Ersthelfern beim Patienten ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine qualitativ hochwertige rettungsdienstliche Versorgung.“

Die Tiroler Landesregierung hat auf Initiative von LR Bernhard Tilg in ihrer heutigen Sitzung eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung in Osttirol beschlossen: Das gemeinsam von Land Tirol und der „Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH (RD-GmbH)“ initialisierte Pilotprojekt „Notfallsanitäter als mobile Notfalleinheit“ wird weiter fortgesetzt und ausgebaut.

Der bereits seit Juli 2019 in Matrei in Osttirol stationierte Notfallsanitäter übernimmt in der Region Oberes Iseltal Aufgaben des bodengebundenen Rettungsdienstes und stellt im intensiven Zusammenwirken mit Notärzten die Notfallversorgung sicher. Durch den nunmehrigen Beschluss ist diese Innovation auch weiterhin sichergestellt.

„In der Notfallrettung zählt jede Sekunde. Das schnelle Eintreffen von qualifizierten Ersthelfern beim Patienten ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine qualitativ hochwertige rettungsdienstliche Versorgung“, bekräftigt LR Tilg. Die Gewährleistung von kurzen Eintreffzeiten ist aufgrund der Topografie in Tirol eine besondere Herausforderung. Durch das nun beschlossene innovative Projekt wird erwartet, die Wartezeiten von Notfallpatienten deutlich zu verkürzen und damit die Qualität der Notfallrettung weiter zu verbessern.

„Das Konzept des Pilotprojekts der Mobilen Notfalleinheit Osttirol sieht die Besetzung eines speziell ausgestatteten Einsatzfahrzeuges mit einem besonders qualifizierten Ersthelfer vor“, erklärt LR Tilg das neue System und weiter: „Neben der Ausbildung zum Notfallsanitäter sind umfangreiche Kenntnisse über die rettungsdienstliche Einsatzleitung sowie eine langjährige rettungsdienstliche Erfahrung die wesentlichen Merkmale des Notfallsanitäters in seiner Funktion als mobile Notfalleinheit. Er wird über die Leitstelle Tirol GmbH alarmiert und sorgt – gegebenenfalls gemeinsam mit einem Notarzt – für die Erstversorgung des Patienten“, so Tilg.

Außerdem übernimmt er zusätzliche Aufgaben im Gesundheitsbereich, die über die rettungsdienstliche bzw. notärztliche Versorgung hinausgehen. Er bietet beispielsweise Hilfestellung durch Abklärung, ohne dass ein rettungsdienstliches Transportmittel mit vollbesetzter Mannschaft eingesetzt werden muss. Wird dies aber benötigt, so kann dies folglich jederzeit alarmiert werden. „Damit wird das Einsatzspektrum erweitert, was eine deutliche Versorgungsverbesserung der Bevölkerung mit sich bringt“, beschreibt LR Tilg den Mehrwert des innovativen Projektes.

Die Organisation des Notarztsystems im Bereich Oberes Iseltal übernimmt im Auftrag des Landes Tirol künftig die Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH in Kooperation mit dem Roten Kreuz Osttirol in Zusammenarbeit mit den regional ansässigen NotärztInnen und den Hubschrauberbetreibern.

Die Kosten für die Unterstützung des Pilotprojekts „mobile Notfalleinheit Matrei/Osttirol“ belaufen sich im Jahr 2019 auf 205.000 Euro bzw. 310.000 Euro bis Ende des Vertrags „Rettungsdienst Tirol“ im Juli 2020. Die für das Jahr 2020 benötigten finanziellen Mittel sind im Voranschlag 2020 vorzusehen.

„Eine Evaluierung des Pilotprojekts ist im Frühjahr 2020 vorgesehen. Auf Basis der Er-gebnisse dieser Evaluierung soll entschieden werden, wie in periphere Landesteile aus den Erkenntnissen und Erfahrungen dieses Pilotprojekts in späterer Folge andere profitieren können“, betont LR Tilg.