Orkantief Sabine erreicht Tirol

Warnung vor Sturmböen, hauptbetroffen ist Bezirk Reutte.

Kategorien:  SicherheitKatastrophenschutzSportVerkehr AutorIn: Rainer Gerzabek
Beachten Sie bitte die Warnungen zu ihrem eigenen Schutz.
Beachten Sie bitte die Warnungen zu ihrem eigenen Schutz.

Mit etwas Verzögerung gegenüber den ursprünglichen Prognosen erreicht das Orkantief Sabine auch Tirol. Nach Föhnende dreht der Wind auf West und kann im Zuge einer Kaltfront vorübergehend Orkanstärke erreichen. Einhergehend ziehen höhenabhängig kräftige Regen-, Schnee- oder Graupelschauer über das ganze Land. Gewarnt wird vor einem Aufenthalt in Wäldern, Parks mit Baumbestand und in Alleen. AutofahrerInnen sollen nicht durch Waldstrecken fahren und müssen mit starken Seitenböen rechnen.

In Nordtirol muss man laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit dem Durchzug einer Kaltfront nicht nur auf den Bergen, sondern auch in den Niederungen verbreitet mit schweren bis orkanartigen Sturmböen rechnen, die im Laufe des morgigen Dienstags immer schwächer werden und bis morgen Abend abflauen sollen. Am Alpennordrand – insbesondere im Außerfern, wo Aktivitäten im Freien bestmöglich vermieden werden sollten – werden Windspitzen von 90 bis 110 km/h erwartet, punktuell auch mehr.

Spitzen von 70 bis 90 km/h werden in inneralpinen Regionen rund ums Inntal sowie im östlichen Unterland erreicht werden. In den nord-süd-gerichteten Tälern südlich des Inntals rechnet man mit Böen bis zu 70 km/h. Im Gebirge wehen orkanartige Böen bzw. Orkanböen über 120 km/h.

Warnhinweise beachten

Der Aufenthalt in Wäldern bei Sturm ist lebensgefährlich. Deshalb rät der Landesforstdienst vom Befahren und Betreten von Wäldern dringend ab, da die Gefahr durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume besteht. Der Landesforstdienst ist auf den Sturm und seine Auswirkungen bestmöglich vorbereitet.

Sicherungsvorbereitungen nicht vergessen

Der heftige, böige Wind kann Schäden an Gebäuden verursachen, etwa durch abgetragene Dach- und Fassadenteile. Umgestürzte Bäume oder abgerissene Äste können Straßen verlegen oder Stromleitungen beschädigen. Beeinträchtigungen des Verkehrs und Stromausfälle sind ebenso möglich wie die Einstellung des Liftbetriebs in Skigebieten. Bewegliche Gegenstände im Freien wie etwa in Gärten, auf Terrassen oder Balkonen, sollten unbedingt entsprechend gesichert werden.