Projekt EUMINT zieht ins RegioStars-Finale ein

Grenzüberschreitendes Integrationsprojekt findet auch in Brüssel Anklang

Kategorien:  Gesellschaft & Soziales Integration Tirol & Europa LRin Fischer AutorIn: Benjamin Graus
Bei Wertedialogen wie hier in Lienz können TeilnehmerInnen auch über ihre eigene Geschichte berichten.
Bei Wertedialogen wie hier in Lienz können TeilnehmerInnen auch über ihre eigene Geschichte berichten.
(Von li.) Anna-Kira Pirhofer und Erjon Zeqo (Eurac/Südtirol), Integrationslandesrätin Gabriele Fischer, Ayse Maluhan (Projekt „Beziehungsweise Lernen“), Michael Graf und Michaela Nindl (ZeMiT/Tirol)
(Von li.) Anna-Kira Pirhofer und Erjon Zeqo (Eurac/Südtirol), Integrationslandesrätin Gabriele Fischer, Ayse Maluhan (Projekt „Beziehungsweise Lernen“), Michael Graf und Michaela Nindl (ZeMiT/Tirol)

Die Europäische Union prämiert mit dem Wettbewerb RegioStars alljährlich Projekte, die von ihr finanziert werden und sich im Rahmen der regionalen Entwicklung verdient gemacht haben. Zu den diesjährigen Finalisten gehört das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Tirol unterstützte Interreg-Projekt EUMINT, das Menschen bei der Integration speziell in österreichisch-italienischen Grenzregionen unterstützt. In diesen grenznahen Gebieten sind gemeinsame und kohärente Integrationsmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf AsylwerberInnen und Asylberechtigte, besonders wichtig. Die endgültige Prämierung findet am 9. Oktober in Brüssel statt.

„Menschen, die von ihrer Heimat in eine fremde Region aufbrechen, stehen vor vielen Herausforderungen – EUMINT unterstützt sie in dieser Situation und leistet dabei einen großartigen Beitrag“, gratuliert Integrationslandesrätin Gabriele Fischer.

„Speziell in Grenzregionen ist länderübergreifende Integrationsarbeit besonders wichtig. Seit dem Start 2018 setzt sich EUMINT für funktionierende, grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Integrationsfragen ein – in Tirol, Südtirol und dem Trentino, aber auch in Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Venetien“, erklärt Michael Graf vom ZeMiT, dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol, das an der Umsetzung des Projektes maßgeblich beteiligt ist.

EUMINT verfolgt dabei drei Ansätze bei der Integrationsarbeit. Der erste besteht darin, den Dialog von Einrichtungen zu fördern, die sich mit Integration auf politischer Ebene befassen. Das Projekt organisiert dazu Vernetzungsbesuche und eine Ideenwerkstatt, um ein länderübergreifendes Arbeiten zu erleichtern. Zweitens organisiert EUMINT für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Wertedialoge, um spielerisch Werte und Geschichten der Teilnehmenden zu entdecken, gemeinsame Werte ins Gespräch zu bringen und zu reflektieren. Und schließlich bemüht sich EUMINT auch, den Einstieg von MigrantInnen und AsylwerberInnen in die Berufswelt zu erleichtern. Dafür wurde zusammen mit dem Regionalmanagement Wipptal und dem Institut für Geographie der Universität Innsbruck eine eigene Internetplattform entwickelt, die AkteurInnen zusammenbringt. Diese zielt vor allem auf den ländlichen Bereich ab.

Wichtige Projektpartner bei EUMINT sind: ZEMIT (Zentrum für Migrantinnen in Tirol), EURAC Research, das Institut für Geographie der Universität Innsbruck, Regionalmanagement Wipptal und Bezirksgemeinschaften in Südtirol.