ProMemoria Auschwitz 2019

Erinnerungskultur für Jugendliche

Kategorien:  Kultur LRin Palfrader LRin Zoller-Frischauf AutorIn: Elisabeth Huldschiner
LRin Beate Palfrader verabschiedet die Jugendlichen vor ihrer Reise am Bahnhof in Innsbruck.
LRin Beate Palfrader verabschiedet die Jugendlichen vor ihrer Reise am Bahnhof in Innsbruck.
LRin Beate Palfrader im Gespräch mit den Jugendlichen vor ihrer Reise.
LRin Beate Palfrader im Gespräch mit den Jugendlichen vor ihrer Reise.
Die Jugendlichen stehen vor der Mauer, die das ehemalige Ghetto in Krakau umringte.
Die Jugendlichen stehen vor der Mauer, die das ehemalige Ghetto in Krakau umringte.
Auf dem Platz der Helden des Ghettos erinnern 70 Metallstühle an seine Geschichte als Zentralplatz des Krakauer Ghettos.
Auf dem Platz der Helden des Ghettos erinnern 70 Metallstühle an seine Geschichte als Zentralplatz des Krakauer Ghettos.
Zahlreiche Fotos und Objekte zeugen von der grausamen Geschichte des Nationalsozialismus.
Zahlreiche Fotos und Objekte zeugen von der grausamen Geschichte des Nationalsozialismus.
Zahllose Schuhe der Opfer sind im Oskar-Schindler-Museum ausgestellt.
Zahllose Schuhe der Opfer sind im Oskar-Schindler-Museum ausgestellt.
Im Stammlager Auschwitz I
Im Stammlager Auschwitz I
Die Jugendlichen waren von der "Reise in die Vergangenheit" tief betroffen.
Die Jugendlichen waren von der "Reise in die Vergangenheit" tief betroffen.
Auf dem Weg durch Auschwitz-Birkenau, dem zweiten, größeren Konzentrationslager.
Auf dem Weg durch Auschwitz-Birkenau, dem zweiten, größeren Konzentrationslager.
Stacheldrahtzäune markieren den Weg.
Stacheldrahtzäune markieren den Weg.

Jedes Jahr begeben sich 50 Tiroler Jugendliche gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Südtirol und Trentino im Rahmen des grenzüberschreitenden Jugendbildungsprojekts „ProMemoria Auschwitz“ auf eine gemeinsame „Reise der Erinnerung“. Auch heuer nahmen SchülerInnen und StudentInnen aus Tirol am Projekt teil. Insgesamt reisten 700 junge Menschen vom 31. Jänner bis 6. Februar 2019 in einem Sonderzug nach Polen.

„Die Reise nach Krakau mit dem Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ist ein äußerst wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur unseres Landes, weil sich die Jugendlichen intensiv mit unserer NS-Vergangenheit und den damit verbundenen Gräueln auseinandersetzen“, ist Kulturlandesrätin Beate Palfrader überzeugt. „Wer solche Orte des Schreckens sieht, erkennt eher, wie wichtig es ist, sich für Demokratie und den damit einhergehenden Werte wie Religions- und Meinungsfreiheit einzusetzen.“

Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf dazu: „Ich bewundere die Jugendlichen sehr, die mit viel Engagement die Erinnerung an diese schreckliche Zeit lebendig halten und sich kritisch mit der eigenen Landesgeschichte auseinandersetzen. Der Besuch in Auschwitz und die Aufarbeitung der damaligen Historie sind prägend für das Demokratieverständnis.“

Neben einem Besuch im ehemaligen jüdischen Ghetto in Krakau und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau besichtigten die Jugendlichen auch das Oskar-Schindler-Museum. Bereits im Vorfeld wurden die jungen Menschen mittels eines mehrtägigen Seminars und eines Besuchs in der Synagoge in Meran/Südtirol auf die Reise vorbereitet. Das Erlebte vor Ort wurde dann in Workshops gemeinsam besprochen und verarbeitet.

Informationen zum Projekt

Das länderübergreifende Jugendbildungsprojekt wird seit neun Jahren von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste in Zusammenarbeit mit Deina Alto Adige Südtirol sowie Arciragazzi organisiert und durchgeführt. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino steht das Projekt seit vier Jahren auch Tiroler Jugendlichen offen. Um außerschulische Bildungs- und Jugendarbeit für junge Menschen unterschiedlichsten Hintergrundes zugänglich zu machen, fördert das Land Tirol „ProMemoria_Auschwitz: Die Reise der Erinnerung – Il viaggio della memoria“ mit rund 40.000 Euro.

 Link zum Film