Schafsrisse: Weitere DNA-Proben ausgewertet

Genetische Untersuchung bestätigt sowohl Wolf als auch Goldschakal

Kategorien:  Land- & Forstwirtschaft

Das Ergebnis der genetischen Untersuchung einer Probe, die bei einem Schafsriss am 3. September 2020 auf der Lavanter Schafalm im Gemeindegebiet von Lavant (Bezirk Lienz) genommen wurde, liegt vor. Es wurde dabei die DNA eines Wolfs aus der italienischen Population nachgewiesen. Ein Ergebnis zur Bestimmung des genauen Individuums – Genotypisierung – liegt in diesem Fall noch nicht vor.

Zudem wurde im Zuge der DNA-Analyse eines gerissenen Schafes von 1. September 2020 im Gemeindegebiet von Sölden (Bezirk Imst) ein Goldschakal festgestellt. Ein solches Tier wurde in Tirol bisher lediglich Ende Mai 2019 im Osttiroler Pustertal nachgewiesen. Der Goldschakal „Canis aureus“ gehört zur Überfamilie der Hundeartigen und ist mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 44 bis 50 Zentimeter etwas größer als ein Fuchs. Goldschakale werden zehn bis 15 Kilo schwer. Hauptbeute des Goldschakals sind kleine bis mittelgroße Säugetiere wie Mäuse oder Hasen, in seltenen Fällen auch größere Tiere. Auch Amphibien, Insekten, Kadaver sowie pflanzliche Nahrung gehören zu den Grundnahrungsmitteln des Goldschakals.

Des Weiteren ergab das Ergebnis der genetischen Untersuchung der Proben einer am 3. September 2020 in Innsbruck gerissenen Ziege sowie eines am 25. August 2020 in St. Leonhard im Pitztal gerissenen Schafes jeweils einen Fuchsnachweis.

Weitere Informationen rund um große Beutegreifer finden sich unter www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs. Zudem werden in der App des Landes Tirol in der Anwendung „Bär-Wolf-Luchs“ unter anderem die derzeit bekannten Nachweise großer Beutegreifer in Tirol bzw. Rissbegutachtungen von Nutztieren dargestellt.