Schulsozialarbeit gut für das Schulklima

Evaluation der SCHUSO an den Neuen Mittelschulen in Kufstein, Wörgl und Rum

Kategorien: LRin Fischer, LRin Palfrader, Bildung, Kinder- & Jugendhilfe AutorIn: Iris Reichkendler
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Wie nehmen die SchülerInnen das Angebot der Schulsozialarbeit Tirol (SCHUSO) an und wie bewerten sie diese? Wie sehr kann Schulsozialarbeit bestehende Probleme bearbeiten und lösen? Wirkt sich Schulsozialarbeit positiv auf das Schulklima und die Schulentwicklung aus? Und was leistet Schulsozialarbeit bei Prävention und Krisenintervention? Diesen vier Fragen ging eine Evaluation der Schulsozialarbeit an der NMS Kufstein 1 und der NMS Kufstein 2, der NMS Wörgl 1 und der NMS Wörgl 2 sowie der NMS Rum nach, die vom Zentrum für Soziale Arbeit & Soziale Dienstleistungen (ZeSa) durchgeführt wurde. Standardisierte Fragebögen für SchülerInnen und Interviews mit den Schulleitungen und den SchulsozialarbeiterInnen dienten dabei als Basis. „Eine externe Evaluation als Steuerungsinstrument hat die SCHUSO bereits in ihrem Grundkonzept verankert – somit wird eine stetige Weiterentwicklung wissenschaftlich von ZeSa begleitet und die SCHUSO bleibt am Puls der Zeit“, erläutert Theresa Luxner, Evaluationsbeauftragte ZeSa.

„Die Befragungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler das Angebot der SCHUSO annehmen und es als sehr positiv bewerten“, freut sich LRin Gabriele Fischer, zuständig für die Kinder- und Jugendhilfe des Landes. Auch die SchulsozialarbeiterInnen bestätigen, dass die SchülerInnen gerne bei den Projekten und sozialen Gruppenarbeiten in den Klassen mitarbeiten. „Die Schulleitungen der jeweiligen Neuen Mittelschulen fühlen sich durch die SchulsozialarbeiterInnen unterstützt und entlastet“, berichtet Bildungslandesrätin Beate Palfrader.

Laut Evaluation sind die SchülerInnen der Ansicht, dass die SCHUSO ihre eigenen Probleme und jene der MitschülerInnen bearbeiten kann. Präventionsarbeit ist mit den Projekten und sozialen Gruppenarbeiten in den Klassen konzeptuell verankert und der überwiegende Teil der SchülerInnen empfindet es als sinnvoll, mit den SchulsozialarbeiterInnen Themen zu besprechen, die nichts mit der Schule zu tun haben, wie Suchtprävention, Liebe & Sexualität oder „sicher online“. Demensprechend ist auch das Interesse der SchülerInnen an den besprochenen Themen vorhanden.
Weiters ergab die Evaluation, dass die Schulsozialarbeit und hier insbesondere die in diesem Rahmen durchgeführten Projekte und sozialen Gruppenarbeiten einen positiven Effekt auf das Klassen- bzw. Schulklima haben, der sich im Umgang miteinander und bezogen auf die Klassengemeinschaft beobachten lässt. Um einen niederschwelligen Zugang für die SchülerInnen zu schaffen, sind die SchulsozialarbeiterInnen vor Ort in der Schule präsent, um für Terminvereinbarungen zur Verfügung zu stehen. „Wir entwickeln das schulsozialarbeiterische Angebot fortlaufend weiter und setzen dabei auf Partizipation sowie Innovation: Im kommenden Schuljahr wollen wir uns insbesondere den Themen präventiv widmen, die die Schülerinnen und Schüler im vergangenen Schuljahr besonders beschäftigt haben. Auch die die Erziehungsberechtigten wollen wir mehr in unsere Arbeit einbinden“, kündigt Philipp Bechter, Leiter der SCHUSO – Schulsozialarbeit Tirol an.

„Die Schulsozialarbeit zeigt fraglos positive Auswirkungen in den drei Schulstandorten. Natürlich ist in den genannten Neuen Mittelschulen der Prozess der Einführung der Schulsozialarbeit noch nicht abgeschlossen und es bedarf einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, doch sind sich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch die Schulleitungen einig, dass die Schulsozialarbeit einen großen Mehrwert im Schulalltag mit sich bringt“, fassen LRin Fischer und LRin Palfrader zusammen.