Spatenstich für Langzeitwohnheim für Menschen mit psychischer Erkrankung

pro mente bietet Herbst 2015 betreute Wohnungen an

Kategorien: LRin Baur, Soziales AutorIn: Iris Reichkendler
v.l.: Emil Juen (Vorstandsmitglied pro mente tirol), LRin Christine Baur, Hartmann Hinterhuber (Präsident pro mente tirol), Rainhold Scharf (GF pro mente tirol) sowie Herbert Pichler (Vertreter der Baufirma Porr) und Architekt Raimund Waibel beim Spatenstich des Langzeitwohnheims in Innsbruck. Foto: Land Tirol/Reichkendler
v.l.: Emil Juen (Vorstandsmitglied pro mente tirol), LRin Christine Baur, Hartmann Hinterhuber (Präsident pro mente tirol), Rainhold Scharf (GF pro mente tirol) sowie Herbert Pichler (Vertreter der Baufirma Porr) und Architekt Raimund Waibel beim Spatenstich des Langzeitwohnheims in Innsbruck. Foto: Land Tirol/Reichkendler

Spatenstich in Innsbruck: Bis Herbst 2015 entsteht auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern eine von pro mente tirol (vormals Gesellschaft für Psychische Gesundheit) betriebene Wohnanlage für psychisch kranke Menschen mit mehreren eigenständigen Garconnieren und Gemeinschaftsräumen. Sozialpsychiatrisch ausgebildete Fachkräfte betreuen die KlientInnen sieben Tage die Woche.

„Durch den positiven Baubescheid der Stadt Innsbruck und die Finanzierung des Landes Tirol können wir künftig chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten, die auf Dauer einer intensiven und strukturierten Betreuung bedürfen, eine moderne adäquate Wohnform anbieten, in der die Klientinnen und Klienten weitestgehend selbstständig leben können und durch fachliche Hilfe die soziale Teilhabe ermöglicht wird,“ freut sich Hartmann Hinterhuber, Präsident der pro mente tirol, über den Beginn der Baumaßnahmen.

Im Zuge eines Paradigmenwechsels in der Betreuung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen wurde in den letzten zwei Jahrzehnten weit mehr als die Hälfte der stationären psychiatrischen Betten in den Krankenhäusern abgebaut, Langzeitstationen im psychiatrischen Krankenhaus wurden geschlossen. „Menschen mit psychischen Erkrankungen sollen nicht mehr hospitalisiert werden, sondern möglichst selbstbestimmt leben und wohnen können“, stellt Soziallandesrätin Christine Baur klar. Das pro mente-Langzeitwohnheim für Menschen mit psychischer Erkrankung sei ein wichtiger Mosaikstein in der Betreuung der Betroffenen.