Tiroler Festspiele Erl

Land Tirol ist für sofortige Einberufung des Stiftungsvorstands und verlangt volle Aufklärung

Kategorien:  LRin Palfrader Kultur Kunst & Kultur AutorIn: Abt. Öffentlichkeitsarbeit

Die Tiroler Festspiele Erl stehen derzeit aufgrund anonymer Vorwürfe bezüglich Lohn- und Sozialdumpings sowie persönlichen Fehlverhaltens des künstlerischen Leiters in der Kritik. Nun wurden erstmals nicht-anonymisierte Anschuldigungen an das Land Tirol herangetragen. Diese wurden vom Land Tirol umgehend an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Als weiteren Schritt spricht sich Kulturlandesrätin Beate Palfrader für die sofortige Einberufung einer Sitzung des Stiftungsvorstandes aus, um weitere Maßnahmen im Interesse einer raschen und vollständigen Aufklärung aller Sachverhalte zu beschließen.

Darüber hinaus fordert das Land Tirol als Miteigentümer der Stiftung volle Einsicht in die Arbeitsverträge der KünstlerInnen. Die in diesem Zusammenhang eingebrachten anonymen Anzeigen wurden von den zuständigen Kontrollbehörden – Tiroler Gebietskrankenkasse, Finanzamt Kufstein/Schwaz und Finanzpolizei – bereits geprüft und entkräftet. Diese Erkenntnisse sollen rasch zugänglich gemacht werden.

Die Festspiele Erl haben zudem versichert, alle gewünschten Auskünfte in jedweder Hinsicht zu geben sowie jedem Vorwurf von strafbaren Handlungen und/oder unangemessenem Verhalten seiner Organe oder MitarbeiterInnen nachzugehen und im Falle eines nachweislichen Fehlverhaltens entsprechend zu reagieren.

Die Tiroler Festspiele Erl sind eine über die Landesgrenzen hinaus anerkannte Kulturinstitution, deren hohe künstlerische Qualität unter anderem mit der Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises in der Kategorie „Bestes Festival“ im Juni 2017 bestätigt wurde. „Das Land Tirol steht für volle Transparenz. Es liegt im Interesse aller Beteiligten, für umfassende Aufklärung zu sorgen. Für die erfolgreiche Zukunft dieses renommierten Festivals ist ein positives Betriebsklima wichtig, das von gegenseitigem Vertrauen und einem respektvollen Miteinander geprägt ist“, betont LRin Palfrader.