Verkehrsknoten Aldrans: Konzept zur Entlastung des Dorfkerns wird präsentiert

Information am 10. Oktober um 19 Uhr im Gemeindesaal Aldrans

Kategorien:  Verkehr AutorIn: Mag. Christa Entstrasser-Müller

Aldrans ist der Verkehrsknotenpunkt im südöstlichen Mittelgebirge. Direkt im Ortszentrum treffen mit der Innsbrucker Straße, der Lanser Straße, der Haller Straße und der Rinner Straße vier viel befahrene Verkehrswege aufeinander. Die Folge der hohen Belastung: Staus, unübersichtliche Situationen vor allem zu den Stoßzeiten für Kinder, Fußgänger, Rad- und Autofahrer sowie eine geringe Aufenthaltsqualität am Dorfplatz.

„Die Entlastung des Ortszentrums vom Verkehr ist seit zwei Jahrzehnten Thema in Aldrans. Jetzt sind wir gemeinsam mit dem Land Tirol so weit, dass wir Lösungsvorschläge präsentieren und die Bevölkerung über konkrete Möglichkeiten zur Hebung der Lebensqualität und Verkehrssicherheit informieren können“, lädt Bgm Johannes Strobl die interessierte Bevölkerung am Donnerstag, den 10. Oktober um 19 Uhr in den Gemeindesaal Aldrans zum Informationsabend ein. Präsentiert werden die vom Land Tirol und der Gemeinde Aldrans gemeinsam in Auftrag gegebene Verkehrsanalyse sowie die darauf aufbauenden Überlegungen für ein Maßnahmenkonzept.

Umfassende Analyse und Maßnahmenpaket

Im Durchschnitt fahren 15.000 Fahrzeuge täglich direkt über den Aldranser Dorfplatz. Davon entfallen mit 10.000 Fahrzeugen zwei Drittel auf den Durchgangsverkehr. Dabei verkehren 3.000 Fahrzeuge zwischen Innsbruck und Lans-Sistrans und weitere 3.000 zwischen Innsbruck und Rinn-Sistrans. Deutlich geringer sind die Verkehrsströme von Ampass von und nach Innsbruck, Lans-Sistrans bzw. Rinn-Sistrans. „Die Verkehrsanalyse zeigt, dass wir eine spürbare Entlastung für den Dorfkern nur dann zustande bringen, wenn wir den Verkehr entflechten und einen erheblichen Teil des Durchzugsverkehrs aus dem Zentrum hinaus auf andere Trassen bringen“, erläutert Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße beim Land Tirol.

Die Verkehrsanalyse beinhaltete im Sinne eines Gesamtkonzepts auch eine zeitgleich von der Vitalregion erstellte fundierte Analyse des öffentlichen Verkehrs. Hier wurden Verbesserungsvorschläge wie Taktverdichtungen erarbeitet. „Die Maßnahmen werden nun vom VVT im Detail geplant und finden Eingang in die Ausschreibung des öffentlichen Verkehrs ab den Jahren 2020/21“, ergänzt der Aldranser Bürgermeister.

Nach dem Abschluss der sehr eingehenden Verkehrsanalyse und bevor konkrete Planungsschritte für eine mögliche Umfahrung eingeleitet werden, wird am 10. Oktober 2019 die Bevölkerung aktuell informiert. Christian Molzer und Verkehrsplaner Klaus Schlosser stehen bei der Informationsveranstaltung für Auskünfte zur Verfügung. „Wie schon in der Vergangenheit setzen wir auf Transparenz und breite Information sowie die frühzeitige Einbindung aller direkt Betroffenen“, so Bgm Strobl.

Öffis und Radwege ausgebaut

„Wir arbeiten auf mehreren Ebenen daran, Aldrans vom Autoverkehr zu entlasten“, verweist Bgm Strobl auf vielfältige Aktivitäten der Gemeinden, der Region und des Landes. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wurde in den vergangenen Jahren laufend verbessert und die Takte erhöht. Mit „Aldrans Mobil“ hat die Gemeinde eine bürgernahe Anlaufstelle für alle Fragen rund um den öffentlichen Verkehr und klimafreundliche Mobilität eingerichtet. Und mit dem Vitalradweg und den begleitenden Direktverbindungen zwischen den Dörfern wurde die Rad-Infrastruktur verbessert. Aktuell nimmt auch die Radanbindung Innsbruck konkrete Formen an. „Wir planen in Richtung Mittelgebirge einen die Schlossstraße begleitenden Radweg, der an den Vitalradweg anbindet. Damit soll eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen werden“, berichtet Vorstand Christian Molzer.