Zirl: Ohne Umwege sicher zum Innradweg

Neue Geh- und Radwegbrücke über den Inn für den Verkehr freigegeben

Kategorien:  LHStv Geisler Landesentwicklung Umwelt Verkehr AutorIn: Christa Entstrasser-Müller
V.li.: Brücken- und Tunnelbauexperte Günter Guglberger, Leo Plattner sowie LHStv Josef Geisler vor der neuen Brücke von Unterperfuss nach Zirl.
V.li.: Bgm von Innsbruck Georg Willi, Bgm von Kematen Rudolph Häusler, Strabag Tirol-Geschäftsführer Manfred Lechner, Günter Guglberger, Landesbaudirektor Robert Müller, LHStv Josef Geisler, Leo Plattner, Bgm von Zirl Thomas Öfner sowie Bgm von Unterperfuss Georg Hörtnagl.
Die ersten RadfahrerInnen und FußgängerInnen auf der neuen Brücke.
Die neue Geh- und Radwegbrücke, die von Zirl nach Unterperfuss über den Inn führt.
Leo hatte bei der Erstbefahrung der neuen Brücke sichtlich Spaß.

Elegant, formschön und eine echte Erleichterung für alle RadfahrerInnen, die von Zirl aus mit dem Rad Richtung Innsbruck unterwegs sind – das ist die neue Geh- und Radwegbrücke, die bei der Mündung des Ehnbachs von Zirl nach Unterperfuss über den Inn führt und dort in den Innradweg mündet.

„Diese Brücke war ein wichtiger Lückenschluss in der Region. Durch die direkte Anbindung an den Innradweg wird der Weg in die Arbeit oder ins Freizeitvergnügen per Rad schneller und sicherer. Wir machen damit das Fahrrad als Verkehrsmittel noch attraktiver“, freut sich LHStv Josef Geisler bei der Eröffnung. 1,65 Millionen Euro hat die 97 Meter lange und dreieinhalb Meter breite Geh- und Radwegbrücke gekostet. Sie wurde vom Land Tirol im Rahmen der Radwegoffensive mit 70 Prozent der Kosten unterstützt.

4,5 Millionen Euro stehen im heurigen Jahr seitens des Landes an Fördermitteln zum Ausbau der Radinfrastruktur zur Verfügung. Die Radwegbrücke Zirl ist eines von 40 Bauvorhaben, die im heurigen Jahr begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt werden. Seit Beginn der Radwegoffensive wurden über 110 Kilometer Radwege saniert oder neu gebaut. Alleine im heurigen Jahr sind es 25 Kilometer.

Überzeugt davon, dass die neue Brücke das Radfahren für die Zirler Bevölkerung noch attraktiver macht, ist Bgm Thomas Öfner: „Bei der Erarbeitung unseres Mobilitätskonzepts sind wir in der Zielgeraden. Mit der neuen Geh- und Radwegbrücke haben wir beim Ausbau der Radweginfrastruktur bereits eine wichtige Etappe erfolgreich absolviert. Umwege und die Benützung viel frequentierter Straßen gehören damit für Radfahrerinnen und Radfahrer der Vergangenheit an.“ Von der neuen Radwegbrücke profitieren neben der Marktgemeinde Zirl auch die Regionsgemeinden Kematen und Unterperfuss.

Feuertaufe bestanden

Ein Novum für eine Brücke in dieser Größenordnung in Tirol ist die Bauart. Mit der Holz-Beton-Konstruktion setzt man zum einen auf den regionalen Baustoff Holz. Zum anderen gewährleisten Brückenpfeiler aus Beton und die Stahlbetonfahrplatte Standfestigkeit und Langlebigkeit der Brückenkonstruktion. „Ihre Feuertaufe hat das neue Brückentragwerk beim Hochwasser Mitte Juni bestanden“, sieht Günter Guglberger, Brücken- und Tunnelbauexperte des Landes, den eingeschlagenen Weg bestätigt. Als Fahrbahnbelag wurde Asphalt gewählt. Dieser bietet höchsten Komfort und ermöglicht ganzjährig eine geregelt Betreuung im Rahmen des Straßendienstes der Marktgemeinde Zirl. Die neue Geh- und Radwegbrücke ist ab sofort für den Verkehr freigegeben.

Hinweis: Nach der nächsten turnusmäßigen Datenaktualisierung wird die neue Radwegbrücke Zirl voraussichtlich ab September 2019 bei den Routenvorschlägen auf www.radrouting.tirol ersichtlich sein.