Coronavirus: Testoffensive in Bildungseinrichtungen in Mayrhofen im Bezirk Schwaz

Seit Beginn der Testoffensive 46.000 Tests im Bezirk durchgeführt

Kategorien:  Corona
negativer Antigentest, Symbolbild

Das Maßnahmenpaket im Bezirk Schwaz zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus und allen voran der Südafrika-Mutation wird weiterhin intensiv umgesetzt. „Insgesamt wurden im Bezirk Schwaz seit Beginn der Testoffensive über 46.000 Testungen durchgeführt, wodurch bereits rund 300 ansonsten womöglich unentdeckte Infektionen verzeichnet und dadurch entstehende Infektionsketten gestoppt werden konnten. Die Lage wird jeden Tag neu beurteilt und die Situation analysiert. Dass sich die Situation sehr schnell ändern kann und wir stets auf der Hut sein müssen, zeigt auch, dass wir seit gestern wieder einen Anstieg bei den Neuinfektionen verzeichnen und im Zuge unserer Analyse ein neuer Cluster identifiziert wurde. Betroffen vom Clusterauftreten ist mit zehn Fällen der Kindergarten Mayrhofen (sieben Kinder und drei Personen aus dem Betreuungspersonal) und mit einem Fall die Mittelschule Mayrhofen (eine Lehrperson). Alle betroffenen Personen wurden umgehend abgesondert und befinden sich in Quarantäne. Bei zwei der Fälle liegt infolge der PCR-Analyse nach derzeitigem Stand ein konkreter Verdacht auf die südafrikanische Virus-Variante vor. Wir haben umgehend strenge Maßnahmen getroffen und bis jedenfalls kommenden Montag den Präsenzunterricht an der Mittelschule in Mayrhofen ein- bzw. auf Distance Learning umgestellt. Insgesamt gibt es an der Mittelschule 215 SchülerInnen und 30 Lehrpersonen. Auch die Betreuung im Kindergarten Mayrhofen wird zumindest bis Montag vorübergehend eingestellt. Insgesamt werden im Kindergarten Mayrhofen 121 Kinder von 16 Pädagoginnen und Pädagogen betreut“, sagt Michael Brandl, Bezirkshauptmann von Schwaz und verweist auf weitere Sofortmaßnahmen: „Insgesamt werden derzeit in Mayrhofen 35 aktiv Positive verzeichnet. Für 17 Fälle liegt infolge der PCR-Analyse nach derzeitigem Stand ein konkreter Verdacht auf die südafrikanische Virus-Variante vor. Während die Kontaktpersonennachverfolgung auf Hochtouren läuft, werden aktuell PCR-Testungen bei den Kindern als auch Schülerinnen und Schülern und deren Eltern sowie dem Lehr- und Betreuungspersonal durchgeführt. Diese Daten benötigen wir schnellstmöglich für ein umfassendes und noch detailliertes Lagebild, auf welches sich weitere Maßnahmen aus epidemiologischer Sicht stützen können“, sagt BH Brandl. Darüber hinaus werden folgende Schritte umgesetzt: „In der Volksschule sowie der Polytechnischen Schule sind nach derzeitigem Kenntnisstand keine Fälle bekannt. Vorsorglich werden jedoch auch dort umfassende Testungen durchgeführt.“ Dies betrifft insgesamt 20 SchülerInnen und drei Lehrpersonen an der Polytechnischen Schule sowie 158 SchülerInnen und 14 Lehrpersonen an der Volksschule.

Des weiteren konnte die Gesundheitsbehörde nicht zuletzt aufgrund der offensiven Teststrategie im Bezirk einen Cluster mit sieben Fällen an der Volksschule Schlitters feststellen (fünf SchülerInnen sowie zwei Lehrpersonen). „Dort besteht jedoch im Gegensatz zu Mayrhofen der Verdacht auf die britische Mutation. Analog zur Vorgehensweise in Mayrhofen werden die SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern auch dort getestet“, sagt BH Brandl. An der Volksschule Schlitters gibt es 67 SchülerInnen und acht Lehrpersonen.