Leseförderung in Tirol

Kinder frühzeitig für das Lesen begeistern

Kategorien:  LRin Palfrader Bildung Jugend AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Andreas Markt-Huter (Tiroler Bildungsservice), Markus Fillafer (Geschäftsführer Tiroler Bildungsservice) und Landesrätin Palfrader gratulieren den GewinnerInnen der Verlosung herzlich.
(V.li.): Andreas Markt-Huter (Tiroler Bildungsservice), Markus Fillafer (Geschäftsführer Tiroler Bildungsservice) und LRin Palfrader gratulieren den GewinnerInnen der Verlosung herzlich.
Landsrätin Palfrader betont, wie wichtig es ist, früh mit dem Lesen in Kontakt zu kommen.
LRin Palfrader betont, wie wichtig es ist, früh mit dem Lesen in Kontakt zu kommen.

Das Land Tirol hat zahlreiche Maßnahmen zur Leseförderung eingeleitet, um Kindern ausreichende Lesekompetenz zu vermitteln und ihnen somit bessere Chancen für einen positiven Bildungsabschluss zu ermöglichen. „Je früher Kinder mit Büchern und Lesen in Kontakt kommen, desto besser. Vorlesen und selber Lesen animieren zum genauen Zuhören und Hinschauen, wodurch die Kinder ihren Wortschatz erweitern, Zusammenhänge leichter verstehen und Sprache als Vergnügen erleben“, ist Bildungslandesrätin Beate Palfrader überzeugt.

So startete im Schuljahr 2011/12 die Initiative „Gütesiegel Lesen“, welches 175 Tiroler Volksschulen für ihren Einsatz in der Leseförderung erhielten. In den vergangenen zwei Jahren wurden die Lesegütesiegel-Schulen evaluiert und es werden weitere Maßnahmen daraus abgeleitet wie Lesekonferenzen für alle Volksschulen oder standortbezogene Leseförderkonzepte.

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Lesekompetenz war die Bibliotheksoffensive des Landes Tirol. Neben einer viersemestrigen Ausbildung zum Schulbibliothekar unterstützt das Land auch den Auf- und Ausbau von Schulbibliotheken. Insgesamt wurden 1,35 Millionen Euro vom Land Tirol für diese Lese-Initiative zur Verfügung gestellt.

Auch Tirols Kindergärten und Kinderkrippen zeigen in der Lese- und Sprachförderung großes Engagement – von der „reisenden“ Taschenbibliothek über eine Bücherbox in einer ausgedienten Liftgondel im Wald bis hin zum gemeinsamen Schreiben von Kinderbüchern und gemütlichen Vorlesestunden.

Im Rahmen eines Preisausschreibens der Internetplattform „Lesen in Tirol“ des Tiroler Bildungsservices tauschten insgesamt 21 Einrichtungen aus den Bezirken praktische Erfahrungen, Tipps und Beispiele zur Leseförderung für Kinder aus.

„Ziel des Leseförder-Projekts war es, einen Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen den Tiroler Kindergärten und Kinderkrippen zu initiieren. Die zahlreichen Beiträge zum Thema Bücher und Lesen sollen sowohl Kinderbetreuungseinrichtungen als auch Eltern zu Gute kommen und zum gemeinsamen Lesen anregen“, betont LRin Palfrader.

Als Preise wurden vier Buchpakete mit insgesamt 26 Büchern für Kinderkrippen sowie sechs Buchpakete für Kindergärten mit insgesamt 58 Büchern verlost. Die Beiträge wurden auf „Lesen in Tirol“ (Externer Link www.lesen.tibs.at) veröffentlicht.

Gewonnen haben die Kinderkrippe Hytilati Innsbruck, die Kinderkrippe Roppen, das Elisabethinum Axams und die Kinderkrippe Matrei am Brenner sowie die Kindergärten Roppen, Mieders, Schwaz – Barbara KG, Innsbruck – Himmbärgarten, Arzl im Pitztal und der Waldkindergarten Zillertal.