Neuauflage der Landesförderung für Solarstromspeicher

Förderansuchen können ab 1.10.2017 eingebracht werden

Kategorien: LHStv Geisler, Energie AutorIn: Mag. Christa Entstrasser-Müller
Energiekosten von nur sieben Euro monatlich hat Thomas Becker aus Absam. Energielandesrat Josef Geisler, Erwin Daum und der Landesenergiebeauftragte Stephan Oblasser sind beeinduckt. (von re.)
Energiekosten von nur sieben Euro monatlich hat Thomas Becker aus Absam. Energielandesrat Josef Geisler, Erwin Daum und der Landesenergiebeauftragte Stephan Oblasser sind beeinduckt. (von re.)
Eine Erdwärmepumpe kombiniert mit einer PV-Anlage und einem Solarstromspeicher. Die Energiezukunft hat im Hause Schulze in Vomp bereits begonnen.
Eine Erdwärmepumpe kombiniert mit einer PV-Anlage und einem Solarstromspeicher. Die Energiezukunft hat im Hause Schulze in Vomp bereits begonnen.

Die Landesförderung für Solarstromspeicher und intelligente Steuerungen in Verbindung mit privaten Photovoltaik-Anlagen geht in die Verlängerung. Ab 1. Oktober 2017 können wieder Förderanträge gestellt werden.

Wer eine PV-Anlage auf dem Dach oder der Fassade hat, nutzt in vielen Fällen nur einen Bruchteil der selbst erzeugten Sonnenenergie. Das muss nicht sein. Mit Hilfe intelligenter Steuerungen, die verbrauchsintensive Geräte dann zuschalten, wenn die Energie vom Dach verfügbar ist, sowie mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil in der Regel verdoppelt werden. „Den Strom vom Dach verstärkt im eigenen Haus zu nutzen ist ein Beitrag zur Energieautonomie Tirols. Durch die Landesförderung ist es auch wirtschaftlich interessant“, erklärt Energiereferent LHStv Josef Geisler. Das Land Tirol will bis 2050 energieautonom werden, seinen Energiebedarf halbieren und aus eigenen, erneuerbaren Quellen decken. Der Kraft der Sonne kommt dabei eine wesentliche Rolle zu.

Monatliche Energiekosten von sieben Euro

Rund 330 Solarstromspeicher wurden mit Unterstützung des Landes von Juli 2016 bis Mitte Juli 2017 bislang eingebaut. So auch im Haus der Familie Becker in Absam, das 2016 mit einem Solarstromspeicher und intelligenter Steuerung nachgerüstet wurde. Die monatlichen Energiekosten für das Passivhaus betragen nunmehr inklusive Raumwärme und Warmwasser lediglich sieben Euro. Nicht nur in neuen, auch in älteren Gebäuden mit PV-Anlagen machen Solarstromspeicher Sinn. In Kombination mit einer seit 30 Jahren klaglos funktionierenden Erdwärmepumpe kommt das in den 1980er Jahren errichtete Haus der Familie Schulze in Vomp auf einen Eigenverbrauchsanteil von 80 Prozent. Die Energiekosten konnten durch Speicher und Steuerung nochmals um 20 Prozent gesenkt werden.

Weniger Bürokratie, mehr Flexibilität

Mit der Neuauflage der Förderung am 1. Oktober 2017 gehen auch zahlreiche Vereinfachungen einher. Anträge können unbürokratisch online eingebracht werden. Die Förderhöhe wird über Fixbeträge pro Kilowattstunde Speicherkapazität berechnet. Die maximale Förderhöhe beträgt wie bisher 3.500 Euro. Neu ist, dass größer Speicher nicht aus der Förderung fallen. In Summe stellt das Land Tirol für die Förderaktion 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Förderung Solarstromspeicher auf einen Blick

Wer? BesitzerInnen privater PV-Anlagen bis maximal 7,5 kWpeak

Was? Aus- und Nachrüstung mit Steuerungssystemen und Batteriespeichern (Lithium-Ionen-Technologie) zur Erhöhung des Eigenversorgungsgrades. Keine Begrenzung der nutzbaren Speicherkapazität, Förderung für mindestens 2 kWh und maximal 6 kWh Speicherkapazität.

Wie? 1.700 Euro für die ersten 2 kWh Speicherkapazität, abfallender Betrag für die 3. bis 6. kWh, maximal 3.000 Euro. Plus 500 Euro Förderung für intelligente Steuerung. In Summe maximal 3.500 Euro.

Wann? 16.7.2017 bis 31.5.2018, Anträge ab 1.10.2017 online nach Inbetriebnahme der Anlage. Eine Herstellerliste gibt Auskunft, welche Produkte die geforderten technischen Kriterien erfüllen.

 www.tirol.gv.at/umwelt/energie/energiefoerderungen