Gesundheitscheck für Linde an der Lechtalstraße/Höfen

300 Jahre alter Baum auf „Herz und Nieren“ untersucht

Kategorien: BH Reutte AutorIn: Iris Rechkendler
Untersuchung des Stammes mit Schalltomograph.
Untersuchung des Stammes mit Schalltomograph.
Kroneninspektion mit Drehleiter der Feuerwehr Reutte.
Kroneninspektion mit Drehleiter der Feuerwehr Reutte.
Bohrwiderstandsmessung in der Krone.
Bohrwiderstandsmessung in der Krone.
Alter Blitzschaden.
Alter Blitzschaden.

Die unter Naturschutz stehende Linde an der Lechtalstraße in Höfen ist rund 300 Jahre alt. In einer alten Urkunde ist festgehalten, dass diese Linde im Jahr 1727 gepflanzt wurde. Der imposante Baum hat mittlerweile eine Höhe von rund 33 Metern erreicht, der Umfang des Stammes liegt bei fast sieben Metern, der Durchmesser bei rund zwei Metern.

„Aus Sicherheitsgründen wurde bei dieser Linde einmal mehr eine gründliche Untersuchung durchgeführt“, informiert Bezirksforstinspektor Josef Walch. Im Auftrag der Gemeinde Höfen hat der Baumsachverständige Reiner Katzmaier die Linde auf „Herz und Nieren“ überprüft: Mittels einem Schallimpulstomographen wurde dabei die Festigkeit des Holzes im Stammbereich beurteilt. Darüber hinaus wurde die mächtige Baumkrone mit Hilfe der großen Drehleiter der Feuerwehr Reutte genau inspiziert. Gesucht wurde nach Anzeichen für Fäulnis, Pilzbefall, Verletzungen, etc. An kritischen Stellen wurde die Festigkeit des Holzes auch über Bohrwiderstandsmessungen geprüft.

„Das Gutachten nach der Überprüfung fällt durchaus positiv aus. Die Linde weist einen so guten Zustand auf, dass sie weiterhin erhalten werden kann. Kleinere Sanierungsmaßnahmen wie die Entfernung von Totästen, ein teilweiser Kronenrückschnitt und der Einbau einer Kronensicherung müssen aber aus Sicherheitsgründen im nächsten Frühjahr veranlasst werden“, berichtet BFI Walch.