Land errichtet neue Straßenmeisterei in Stanzach

Betreuung von 136 Kilometern Landesstraßen im Lech- und Tannheimertal

Kategorien:  LHStv GeislerBH ReutteVerkehr AutorIn: Mag. Christa Entstrasser-Müller
Foto: BBAIn Stanzach baut das Land Tirol eine neue Straßenmeisterei. Diese soll noch im heurigen Jahr fertig werden.
In Stanzach baut das Land Tirol eine neue Straßenmeisterei. Diese soll noch im heurigen Jahr fertig werden.

Das Land Tirol errichtet in Stanzach eine neue Straßenmeisterei. Der Bauhof entsteht auf dem Gelände südöstlich der Verbandskläranlage Stanzach und dient künftig als Stützpunkt für die Erhaltung der Landesstraßen im Lechtal und im Tannheimertal. Bislang wurde das gesamte Straßennetz des Landes im Außerfern von Reutte aus betreut. Noch im heurigen Jahr werden 24 MitarbeiterInnen in den neuen Bauhof nach Stanzach übersiedeln und von dort aus 136 Kilometer Landesstraßen in Schuss halten.

„Wir schaffen mit der neuen Straßenmeisterei eine optimale Ausgangsbasis für gepflegte und sicher befahrbare Landesstraßen. Mit dem neuen Standort verbessern wir gleichzeitig die Organisationsstruktur des Landessstraßendienstes“, erläutert LHStv Josef Geisler die Hintergründe für diese Investition im Lechtal. Bernd Stigger vom Landesstraßendienst ergänzt: „Der zentrale Standort bringt mehr Flexibilität beim Einsatz von Personal, Fahrzeugen und Geräten.“

Vorzeigeprojekt und Impuls für regionale Wirtschaft

Die Bauarbeiten auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück wurden nach Ostern gestartet. Ein traditioneller Spatenstich musste aufgrund der aktuellen Situation entfallen. Das Land Tirol investiert 7,5 Millionen Euro in den Neubau. „Sämtliche Aufträge konnten bisher an heimische Firmen vergeben werden“, sieht LHStv Geisler gerade jetzt einen Beitrag zur Sicherung der regionalen Wirtschaft und Beschäftigung. Dass der neue Bauhof, der seinen Wärmebedarf über eine Wärmepumpe mit Erdwärme deckt, auch energetisch ein Vorzeigeprojekt ist, freut Geisler als für die Landesstraßen und Energie zuständiges Regierungsmitglied besonders.

Der Bürotrakt wird in Massivbauweise, alle anderen Gebäude in Holzbauweise ausgeführt. Es entstehen Büros, Aufenthalts- und Sozialräume, Werkstätten für Holz- und Metallbearbeitung sowie Garagen für Lkw, Unimog, Radlader, Traktor und Kleintransporter. Im Magazin werden Verkehrszeichen, Absperrmaterial und sonstige Gerätschaften gelagert.

Weiterentwicklung

Die Straßenmeistereien Reutte und Stanzach betreuen in Summe 276 Kilometer Landesstraßen im Außerfern. Für Wolfgang Haas, Leiter des Baubezirksamts Reutte, ist die neue Straßenmeisterei eine „erfreuliche und sinnvolle Weiterentwicklung des bisherigen Konzepts". Im Durchschnitt werden im Außerfern jährlich rund 80.000 Arbeitsstunden und 2,6 Millionen Euro für die Sicherheit und Sauberkeit der Landesstraßen aufgewendet. Der Straßendienst im Bezirk Reutte zählt insgesamt 49 MitarbeiterInnen und verfügt über zwölf Großfahrzeuge und zwölf Kleintransporter