Flächendeckende und hochqualitative Versorgung für den Bezirk Schwaz

Mit Evaluierung Bedarfsanpassung für Pflege zu Hause und im Heim

Kategorien: LR Tilg, Pflege
Regionalkonferenz Pflege für den Bezirk Schwaz in Jenbach: von links Bgm Karl Moser, Achenkirch, Bgm Robert Pramstrahler, Zell am Ziller, Sozialvorständin Kathrin Eberle, LR Bernhard Tilg, BH Michael Brandl, Bgm Hans Lintner, Schwaz.
Regionalkonferenz Pflege für den Bezirk Schwaz in Jenbach: von links Bgm Karl Moser, Achenkirch, Bgm Robert Pramstrahler, Zell am Ziller, Sozialvorständin Kathrin Eberle, LR Bernhard Tilg, BH Michael Brandl, Bgm Hans Lintner, Schwaz.

Der „Strukturplan Pflege 2012 – 2022“ beschreibt die sozialpolitischen Zielsetzungen des Landes: Das gilt für die Sicherung und den Ausbau der bedarfsgerechten Versorgung pflegebedürftiger TirolerInnen zu Hause und im Heim mit leistbaren Betreuungsleistungen. Diese Entscheidungsgrundlage der Landesregierung wurde angesichts sich ändernder Anforderungen und der gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Jahre weiterentwickelt. Im Veranstaltungszentrum Jenbach präsentierte Gesundheits- und Pflegelandesrat Bernhard Tilg gemeinsam mit Sozialabteilungsvorständin Kathrin Eberle, BH Michael Brandl und den Obleuten der Planungsverbände die Ergebnisse der derzeitigen Evaluierung des Tiroler Pflegeplanes für den Bezirk Schwaz.

Evaluierung bestätigt Pflegepolitik des Landes

LR Tilg stellte zur bevorstehenden Bedarfsanpassung für die ambulante und stationäre Pflege im Bezirk Schwaz klar: „In der bisherigen Umsetzung des Strukturplan Pflege des Landes haben gerade die engagierten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Bezirkes Schwaz in den vergangenen Jahren vorbildhafte Arbeit geleistet und den Pflegeplan bereits weitestgehend umgesetzt. Das Leistungsangebot für die pflegebedürftigen Menschen zu Hause und im Heim wurde somit nachhaltig ausgebaut. Die Evaluierung bestätigt die Pflegepolitik des Landes ‚mobil vor stationär‘ auf ganzer Linie. Der Bevölkerung kann damit die Sicherheit geboten werden, dass die notwendige Pflege auch weiterhin in bestmöglicher Versorgungsqualität im mobilen wie im stationären Pflegebereich gewährleistet wird.“

286 Personen in Pflegeausbildung

Die Pflegepolitik des Landes unterstützt nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern auch die pflegenden Angehörigen und Pflegekräfte in einem Beruf mit viel Verantwortung. Mit Stichtag 1.1.2018 sind im Bezirk Schwaz 187 Personen in der Diplomausbildung, 76 Personen werden an der GuK-Schule am BKH Schwaz zur Pflegeassistenz, weitere 23 zur Pflegefachassistenz ausgebildet. „Wir arbeiten bereits an der Umsetzung eines tirolweit einheitlichen Gehaltssystems für die Pflegekräfte, das im Jahr 2020 in Kraft treten soll“, ruft LR Tilg begleitende Maßnahmen zur Attraktivierung der Pflegeberufe in Erinnerung.

So werden im neuen System die Pflegekräfte in den Betreuungseinrichtungen, Pflegeheimen und Sprengeln jenen in den Krankenhäusern finanziell gleich gestellt. Auch ein einheitliches Tarifsystem für die Heime wird derzeit unter Mitwirkung des Bezirks Schwaz getestet. „Ab 2020 sollen alle Tiroler Heime einen einheitlichen Tarif mit einem Grundtarif für Wohnen sowie Verpflegung und einem Pflegeaufschlag gestaffelt nach Pflegestufe führen. Das ermöglicht tirolweit verbindliche Qualitätskriterien und Personalqualifikationen“, erläutert LR Tilg.

Planungsverbände leisten vorbildliche Arbeit auf Bezirksebene

Auch die Obleute der Planungsverbände nahmen an der Sitzung im Veranstaltunszentrum Jenbach teil: Bgm Karl Moser für das Achental, Bgm Hans Lintner für den Verband Schwaz, Jenbach und Umgebung sowie Bgm Hansjörg Jäger für das Zillertal. Nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz wurde den Planungsverbänden im Jahr 2012 die Festlegung der Standorte für die Pflegedienstleistungsangebote im Eigenverantwortungsbereich übertragen. Die Finanzierung des Pflegestrukturplanes wird vom Land Tirol maßgeblich unterstützt – ressortübergreifend durch Investitionsfördermittel, Wohnbaudarlehen, Annuitätenzuschüsse und Mittel aus dem Gemeindeausgleichfonds.