LRin Palfrader präsentiert Neuerungen der Wohnbauförderung

Info-Veranstaltung für leistbares Wohnen in Schwaz

Kategorien:  Wohnbau LRin Palfrader BH Schwaz AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Rin Palfrader und BH Michael Brandl (2. Mitte Links) mit den Bürgermeistern des Bezirks Schwaz
Rin Palfrader und BH Michael Brandl (2. Mitte Links) mit den Bürgermeistern des Bezirks Schwaz
Großes Interesse bei der Bürgermeisterkonferenz
Großes Interesse bei der Bürgermeisterkonferenz
LRin Palfrader informierte die Bürgermeister des Bezirks Schwaz über die Neuerungen in der Wohnbauförderung.
LRin Palfrader informierte die Bürgermeister des Bezirks Schwaz über die Neuerungen in der Wohnbauförderung.
Anschließend zur Bürgermeisterkonferenz fanden sich zahlreiche interessierte BürgerInnen bei der Infoveranstaltung ein.
Anschließend zur Bürgermeisterkonferenz fanden sich zahlreiche interessierte BürgerInnen bei der Infoveranstaltung ein.

Unter dem Motto „Tirol Zuhause“ – Neuerungen der Tiroler Wohnbauförderung lud Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader im Rahmen einer tirolweiten Bezirkstour zu einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung nach Schwaz ein.

Inhalt waren unter anderem die Verbesserungen und die aktuellen Vorhaben im Bereich der Wohnbauförderung. „Das Land Tirol investiert dieses Jahr 328 Millionen Euro an Unterstützungsleistungen für das Wohnen – das sind fast 900.000 Euro pro Tag“, erklärte LRin Palfrader.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Information über die neue Wohnbauförderung, das 5-Euro-Wohnen, die neu gestaltete Mietunterstützung sowie die Verlängerung der Sanierungsoffensive. Neben LRin Palfrader erläuterte BH Michael Brandl die Wohnsituation im Bezirk Schwaz: „Die Schaffung von leistbarem Wohnraum im Bezirk Schwaz ist nicht nur aufgrund der Nähe zum Zentralraum Innsbruck eine Herausforderung. Der Bezirk entwickelt sich auch wirtschaftlich überaus dynamisch, im Tourismus ebenso wie in Gewerbe und Industrie. Die nunmehrige Offensive für leistbares Wohnen ist für die Menschen im Bezirk Schwaz daher von großer Bedeutung.“

Und Bgm Hans Lintner ergänzte: „Für uns alle ist leistbares Wohnen ein wesentlicher Auftrag für die Entwicklung in unseren Gemeinden und dazu leistet das 5-Euro-Wohnen einen entscheidenden Beitrag.“

5-Euro-Wohnprojekte in Tirol

In zahlreichen Bezirken wurden bereits 5-Euro-Wohnprojekte umgesetzt – unter anderem auch das allererste in Schwaz. Dazu sagte Hannes Gschwentner, Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol: „Die Fünf-Euro-Wohnung ist kein Marketingschmäh, sondern Realität, wenn sich alle bemühen. Mit der großartigen Sonderförderung des Landes und engagierten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ist es der NHT bereits dreimal gelungen, derartige Projekte umzusetzen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner gibt es keine Abstriche bei der Wohnqualität.“

Auch in anderen Tiroler Bezirken sind 5-Euro-Wohnprojekte im Bau oder in Planung. „Wir schaffen dadurch erschwinglichen Wohnraum, was für junge Familien besonders wichtig ist“, betonte LRin Palfrader. Kurz vor der Informationsveranstaltung für BürgerInnen fand auch eine Konferenz für BürgermeisterInnen des Bezirks statt. LRin Palfrader: „Wir wollen den Gemeindevertreterinnen und -vertretern erläutern, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt.“ Ausschlaggebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken.

Die Änderungen in der Wohnbauförderung

Detailliert berichtete LRin Palfrader über die verschiedenen Änderungen in der Wohnbauförderung, die seit Jänner 2019 in Kraft sind. So wurden die Mietunterstützungen, aber auch die Wohnbauförderung kräftig angehoben. Darüber hinaus informierte die Wohnbaulandesrätin über vier gerade beschlossene Neuerungen: „Erstens wurden die Einkommensgrenzen angehoben, damit mehr Menschen in den Genuss der Wohnbauförderung kommen. Des Weiteren wurde die Förderung beim Bau eines Eigenheims von 39.000 Euro auf 45.000 Euro kräftig angehoben.“

Völlig neu sind die Extra-Zuschüsse für Kleinbauvorhaben bis zwölf Wohneinheiten in ganz Tirol. Ebenfalls aus der Taufe gehoben wurde eine neue Wohnbauförderung für ländliche Gemeinden. 80 Tiroler Gemeinden sind davon begünstigt, Bauvorhaben werden mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss zusätzlich unterstützt. „Damit wollen wir ländliche Gemeinden stärken und gleichzeitig der Abwanderung in die Zentralräume entgegenwirken“, erklärte LRin Palfrader.

Unterstützung beim Bau von Alten- und Pflegeheimen

Auch die Errichtung von Alten- und Pflegeheimplätzen wird im Rahmen der Wohnbauförderung massiv erleichtert, da die Unterstützung für die betreibenden Gemeinden spürbar erhöht wird.

Sanierungsoffensive wird neu überarbeitet

Der „Renner“ der letzten Jahre, die einkommensunabhängige Sanierungsoffensive erfreut sich auch heuer wieder großer Beliebtheit. LRin Palfrader kündigt an: „Wir werden uns überlegen, was wir im Bereich der Sanierung noch besser machen können. Das wird Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.“ Weitere Details rund um Sanierung und Energieeinsparung folgten von Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol: „Das Bedürfnis nach einem Zuhause, das den eigenen Vorstellungen entspricht, spielt im Leben vieler Tirolerinnen und Tiroler eine zentrale Rolle. Nicht allein deshalb liegt in den privaten Haushalten ungeheures Potenzial für die Erreichung von TIROL 2050 energieautonom. Und wer energieeffizient baut, wird dreifach belohnt: mit dem Förderbonus des Landes, reduzierten Energie- und Heizungskosten sowie erhöhtem Wohnkomfort.“