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Emissionserhebung 2017 Fremdenverkehrs- und Gastronomiebetriebe - abgeschlossen


Schlüssel eines Hotelzimmers
Schifahrer
Wiener Schnitzel
Wellness und Spa in der Sauna

Geschätzte Damen und Herren der Beherbergungsbetriebe Tirols!

Das Land Tirol muss lt.  Immissionsschutzgesetz – Luft (IG – L) BGBl. I Nr. 115/1997 i. d. g. F. bzw. der daraus hervorgehenden Emissionskatasterverordnung einen Emissionskataster führen und laufend aktualisieren. Ein Emissionskataster ist eine zeitliche und räumliche Darstellung aller infrage kommender Luftschadstoffquellen. Dies umschließt – grob umschrieben – die Hauptsektoren Industrie und Gewerbe, Hausbrand, Verkehr und Landwirtschaft. Datenangaben im Zuge von Erhebungen hierzu sind verpflichtend ( § 9 Abs. 3 IG – L).

Um in der Bilanzierung von Luftschadstofffrachten laufend aktuell zu bleiben, ist es notwendig, die im Emissionskataster befindlichen Inhalte ständig zu aktualisieren. Dies erfolgt teils mit statistischem Datenmaterial und teils über Erhebungen.

Im Laufe des Jahres 2017 wurde zu diesem Zweck in der Gruppierung (Emittentengruppe) der Fremdenverkehrsbetriebe Tirols (Hotels, Gasthäuser, Pensionen und Schutzhütten) eine Online-Emissionserhebung durchgeführt. Dabei wurden die rd. 2.500 in der Stichprobe befindlichen Arbeitsstätten zu ihrem Emissionsverhalten befragt. Neben ein paar weiteren Fragestellungen wurden hauptsächlich die Art der installierten Heizungs- bzw. Alternativenergiebereitstellungssysteme sowie die darin eingesetzten Energieträger in Art und Menge hinterfragt.

Zunächst ergeht an dieser Stelle ein großes und herzliches Dankeschön für die aufgewendeten Mühen und die tolle Datenrecherche, die von Ihnen allen - neben Ihrer täglichen Arbeit - bewerkstelligt wurde, um zu einem entsprechend aussagekräftigen Ergebnis in der Emissionsbilanzierung zu gelangen.

Ihre Mitarbeit und all Ihre Mühe hat letzten Endes dazu geführt, dass sich ein wirklich aussagekräftiges und auch sehr gutes Ergebnis aus der Stichprobe ergeben hat und dass es ausgehend von den befragten Betrieben möglich war, eine hinreichend genaue, statistische Hochrechnung durchzuführen. Aus emissionstechnischer Sicht besonders erfreulich war die Tatsache, dass – bezogen auf die Endenergie - etwas mehr als 50 % der als Stichprobe befragten Betriebe über einen Fernwärmeanschluss verfügen, was allein schon für sich sensationell ist. Darüber hinaus lag der Einsatz an erneuerbaren Energieträgern in der Stichprobe insgesamt bei über 60 %.

Dieses Ergebnis kann sich - v. a. in Hinblick auf gesetzte Klimaschutz- und Energieeinsparungsziele - auf alle Fälle sehen lassen (Abbildung 1):

Abbildung 1: Energieträgerverteilung in der Stichprobe der Emissionserhebung des Fremdenverkehrs 2017
Abbildung 1: Energieträgerverteilung in der Stichprobe der Emissionserhebung des Fremdenverkehrs 2017

Weitere Informationen zur Erhebung, Auswertungen und Darstellungen der Ergebnisse finden Sie im entsprechenden  Endbericht zur Fremdenverkehrserhebung 2017 auf der Website der Abt. Geoinformation des Landes Tirol/Emissionskataster/Publikationen.


Bagger in einem Schotterwerk
Bagger und Lkw bei Erdarbeiten
Bagger auf Baustelle bei Erdarbeiten
Bagger auf Baustelle bei Erdarbeiten

Erhebung der Mineralrohstoffbetriebe Tirols

Zum Zweck der Aktualisierung des Emissionskatasters Tirol nach § 9 IG - L (Immissionsschutzgesetz - Luft) werden laufend Erhebungen bei Betrieben und Unternehmen durchgeführt, um mehr über das Emissionsverhalten von Arbeitsstätten in Erfahrung zu bringen und die Emissionsfrachten für unser Bundesland möglichst genau berechnen zu können.

Um die Befragungen von Arbeitsstätten nicht unnötig lang und kompliziert zu gestalten, erfolgen diese nach unterschiedlichen Branchen. So werden an jede Branche nur spezifisch relevante Fragen zum Emissionsverhalten gerichtet. Die Angbe von Daten zur Erstellung des Emissionskatasters ist verpflichtend (IG - L § 9 Abs. 3)

Im Zuge der Neuerstellung des Gesteinsabbaufkonzeptes sowie der Abbaubeschreibungen für Mineralrohstoffaubbaubetriebe durch das Sachgebiet Raumordnung des Landes Tirol werden gleichzeitig die relevanten Parameter für die Berechnung der Emissionen aus diesen Betriebsstandorten ermittelt.

Dies erfolgt über eine Excel-Datei, welche den Betrieben entweder per e-Mail zugeht, oder bei persönlichen Interviews direkt vor Ort mit den Unternehmern bearbeitet wird. Die gesammelten Daten fließen nachfolgend in Berechnungen lt. der aktuellen Berechnungsvorschrift " Technische Grundlage zur Beurteilung diffuser Staubemissionen 2013" des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend ein. Diese Berechnungsschritte werden innerhalb der Emissionskatasterdatenbank emikat.at vollzogen.

Bei den Mineralrohstoffbetriebsstandorten handelt es sich im Wesentlichen um die Ermittlung von diffusen Staubemissionen aus Sprengungen, der Manipulation von Schüttgütern (Aufnahme und Abwurf von Material), den Emissionen aus den Fahrbewegungen von Offroad-Maschinen und -Geräten (motorbezogene sowie nicht-motorbezogene) sowie Emissionsfrachten aus Gebäudebeheizungen und dem Umschlag von Kraftstoffen an Betriebstankstellen.

 Hier finden Sie das Excel-File für die Erhebung zum Download und Speichern auf Ihrem Computer. Bitte geben Sie alle gefragten Daten so genau wie möglich an und retournieren Sie die Datei an  christoph.haun@tirol.gv.at.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte den Sachbearbeiter des Emissionskatasters, Herrn Dipl.-Ing. (FH) Christoph Haun unter  christoph.haun@tirol.gv.at oder unter +43 (0)512 508 4344.


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Logo emikat.at
EFA Emissionsforschung Austria
 

Emissionskatasteranwendung des Landes Tirol umgestellt

Mit Juli 2015 wude damit begonnen, die Emissionskatasteranwendung des Landes Tirol auf das neue System  emikat.at umzustellen. Hierbei handelt es sich um eine professionelle Oracle-Datenbank, welche als Server-Client-Anwendung in der Abteilung Geoinformation installiert ist. Das Projekt wurde offiziell mit Ende Mai 2016 abgeschlossen.

Ein maßgeblicher Unterschied zur bisher eingesetzten Version ist die szenariofähigkeit des neuen Systems. Das heißt, dass es durch Abänderung bestimmter Berechnungsparameter ermöglicht wird, "Was-wäre-wenn?"-Situationen darzulegen. Dies ist für die umweltpolitische Planung von entscheidendem Vorteil, da bereits vor einer getroffenen Maßnahme eine Abschätzung der Auswirkung derselben durchgeführt werden kann. Ein konkretes Beispiel dazu wäre etwa die Veränderung der Verkehrszusammensetzung auf der Inntalautobahn betreffend diesel- und benzinbetriebene Fahrzeuge und die Betrachtung der sich daraus ergebenden Veränderungen im Emissionsausstoß. Die Verifizierung der Maßnahmenwirksamkeit erfolgt i. d. F. über die Betrachtung der Immissionsbelastungen.

Partner in der Umsetzung dieses Projekts war die  AIT Austrian Institute of Technology GmbH, sowie das Unternehmen EFA Emissionsforschung Austria GmbH. Beide haben ihren Firmensitz in Wien. Mit dem Bundesland Tirol arbeiten nun 6 österreichische Landesverwaltungen mit emikat.at, was grenzüberschreitende Vergleiche bei Emissionsdarstellungen ermöglicht.

Mit der Implementierung des neuen Systems erfolgt teilw. auch eine Harmonisierung mit anderen Datensammlungen, in welche emissions- bzw. energierelevante Informationen eingebracht werden. Etwa werden die Daten von Anlagen, die nach  EG-K (Emissionsschutzgesetz Kesselanlagen) meldepflichtig sind, mittels Export aus dem  EDM des Lebensministeriums ausgelesen und in emikat.at importiert.

Die Vernetzung bzw. der Abgleich mit weiteren, landesinternen und externen Datenanwendungen soll emikat.at zu einem Werkzeug zu machen, das auf vielen Ebenen genutzt werden kann. So sollen Daten, welche im Zuge von Emissionserhebungen ermittelt werden, auch in energetische Betrachtungen, wie z. B. den  Tiroler Energiemonitoring-Bericht einfließen.

Aggregierte Datenauswertungen aus emikat.at/tirol können je nach Anforderung Auf Ebene des gesamten Bundeslandes, eines Bezirkes, einer Gemeinde oder eines Zählsprengels durchgeführt werden. Weiters kann bei Darstellungen nach einer Vielzahl anderer Größen (wie z. B. Endenergieeinsatz, Kohlendioxidäquivalente, u. v. a. m.) unterschieden werden. Über einen sog. Shapeviewer können innerhalb von emikat.at Daten in Karten dargestellt werden, externe, geographische Informationssysteme (GIS) erlauben eine Vielzahl zusätzlicher Darstellungen.

Emissionen [kg/km] von NOx auf Straßen in Tirol
Emissionen [kg/km] von Stickoxiden (NOx) auf Straßen in Tirol