Laserscandaten

Video zur 3D-Punktwolke, Dom zu St. Jakob in Innsbruck
Video zur 3D-Punktwolke, Dom zu St. Jakob in Innsbruck

Laserscanning ist eine verhältnismäßig junge Technologie, die in Tirol seit dem Jahr 2005 im Einsatz ist. Dabei werden vom Flugzeug oder Helikopter aus fächerartig Lichtimpulse ausgesandt. Die Richtung der einzelnen Lichtimpulse wird erfasst und die Entfernung zur nächsten reflektierenden Fläche (Erdoberfläche und darauf befindliche Objekte, wie Hausdächer, Vegetation, Autos, Menschen, Tiere...) anhand des Echos gemessen.

Durch die Verknüpfung mit der Lage und Orientierung des Flugzeugs entsteht eine 3D-Punktwolke mit einer Punktdichte von 1 Punkt/m² bis 8 Punkte/m² (abhängig von den Vergabeparametern).

Trifft der Lichtimpuls auf sehr kleinen oder linienartigen Objekten, wie Blätter, Äste, Hochspannungsleitungen oder am äußersten Rand von Objekten auf, wird zunächst nur ein Teil reflektiert. Der andere Teil pflanzt sich in der ursprünglichen Richtung fort und kann Echos von unterhalb gelegenen Objekten hervorrufen. Standardmäßig werden das erste und das letzte Echo aufgezeichnet. Der wesentliche Vorteil ist die dadurch mögliche Erfassung des durch Vegetation bedeckten Bodens (Waldbodens).

Laserpunkte können anhand von Algorithmen in verschiedene Punktkategorien klassifiziert werden – beispielsweise Bodenpunkte, Vegetationspunkte, Gebäudepunkte etc. Aus den Bodenpunkten wird das digitale Geländemodell (DGM), ein regelmäßiger Raster, berechnet. Das digitale Oberflächenmodell (DOM) wird aus Laserpunkten aller Klassen erzeugt. Die Auflösung von DGM und DOM beträgt landesweit mindestens 1 m, im Dauersiedlungsraum sind die Modelle größtenteils auch in einer Halbmeter-Auflösung verfügbar.

Über den  Laser- & Luftbildatlas Tirol können die Schummerungen von DGM und DOM des aktuellen Datenstandes betrachtet werden, sowie die Befliegungszeitpunkte und Schummerungen der Einzelstreifen (DOM nur aus den Punkten des letzten Echos) abgefragt werden.

Digitales Geländemodell, Innsbruck DEZ, Stand 2007
Digitales Geländemodell, Innsbruck DEZ, Stand 2007
Digitales Oberflächenmodell Innsbruck DEZ, Stand 2007
Digitales Oberflächenmodell Innsbruck DEZ, Stand 2007

Laserscan-Projekte beim Land Tirol

Befliegung Laserscanning
Befliegung Laserscanning (für eine größere Ansicht bitte anklicken)

Zwischen 2006 und 2010 wurde die gesamte Landesfläche von Tirol mit einem luftgestützten Laserscanner (LIDAR, Airborne Laserscanning) beflogen. Diese Laserscanbefliegungen wurden durch die EU kofinanziert (Interreg III / Interreg IV). Den Online-Bericht dazu finden Sie  hier.

Aktualisierungen:

2010: Aktualisierungen im Ötztal und im Gletscherbereich Kaunertal/Ötztal/Pitztal.

2012-2013: Aktualisierung im Dauersiedlungsraum Nordtirol (im Rahmen des INTERREG Projektes  Solar Tirol.

2015: Aktualisierung im Dauersiedlungsraum Osttirol.

2016: Aktualisierungen in den Bezirken Imst, Landeck und Reutte.

Informationen zur aktuellen Laserscan-Abdeckung können hier heruntergeladen werden:

 Laserscan-Abdeckung als Shape-File


Datenabgabe von Laserscandaten

 Auswertungen aus dem Laserscanning umfassen folgende Produkte:

  • Digitales Geländemodell (DGM),
  • Digitales Oberflächenmodell (DOM),
  • Höhenlinien,
  • Schummerungen
Digitales Oberflächenmodell Innsbruck DEZ, Stand 2012
Digitales Oberflächenmodell Innsbruck DEZ, Stand 2012

 

Datenabgabe und Informationen:

 geodatenbestellung@tirol.gv.at

  • Dipl.-Ing. Maria Attwenger
  • Mag. Patrick Fritzmann
  • Bernhard Plattner
  • Matthias Rieckh MSc
  • Ursula Unterwurzacher

Datenformate:

  • ArcInfo-Grid (ASC) oder ASCII-Liste (XYZ) für DGM und DOM
  • ESRI-Shape (SHP) oder AutoCAD©-DXF für Höhenlinien
  • GeoTIFF für Schummerungen

Download Laserscan-Testdaten


OGD - Laserscanning

Im Rahmen der Open Government Data Initiative werden DGM und DOM mit reduzierter Auflösung über den Datensatz  Gelände Tirol kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu frei verfügbaren Datensätzen finden Sie im  OGD-Portal des Landes.


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