Laserscandaten

Digitales Geländemodell aus Laserscandaten

Das Digitale Geländemodell (DGM) des Landes Tirol wird aus den klassifizierten Bodenpunkten von Airborne Laserscandaten erstellt. Es handelt sich um ein Mosaik (mit 1 m Auflösung) verschiedener Einzeloperate. Das Digitale Oberflächenmodell (DOM), das aus allen erfassten Laserpunkten abgeleitet wird, steht zusätzlich zur Verfügung.

Laserscan-Projekte beim Land Tirol

Zwischen 2006 und 2010 wurde die gesamte Landesfläche von Tirol mit einem luftgestützten Laserscanner (LIDAR, Airborne Laserscanning) beflogen. Diese Laserscanbefliegungen wurden durch die EU kofinanziert (Interreg III / Interreg IV). Nähere Informationen dazu finden Sie im Online-Bericht.

Aktualisierungen:

2010: Aktualisierungen im Ötztal und im Gletscherbereich Kaunertal/Ötztal/Pitztal.

2012-2013: Aktualisierung im Dauersiedlungsraum Nordtirol (im Rahmen des INTERREG Projektes Solar Tirol.

2015: Aktualisierung im Dauersiedlungsraum Osttirol.

2016: Aktualisierungen in den Bezirken Imst, Landeck und Reutte.

2017-2018: Großflächige Aktualisierungen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck Land, Imst und Landeck.
 

Informationen zur aktuellen Laserscan-Abdeckung können hier heruntergeladen werden:

Airborne Laserscanning Status als Shapefile


Verfügbarkeit

• Download:

Über die Downloadanwendung können das DGM- und das DOM-Mosaik in 1-m-Auflösung in den Formaten Geotiff sowie ASCII-Liste (xyz) kostenlos bezogen werden. Zusätzlich werden 1-m-Höhenlinien im Format dxf zur Verfügung gestellt. Es können einzelne oder mehrere Blätter (im Blattschnitt 1:2000) heruntergeladen werden.

• Geodatendienst:

Der WMS-/WCS-Dienst Gelände Tirol enthält das aktuelle DGM- und DOM-Mosaik für Tirol in verschiedenen Auflösungsstufen. Zusätzlich werden Schummerungen und DGM-Ableitungen angeboten. Den Zugangslink und weitere Informationen finden Sie auf data.gv.at.

• Geodatenbestellung:

Über geodatenbestellung@tirol.gv.at können gegen eine Bearbeitungsgebühr von 77 /Stunde Daten der Einzeloperate in 50cm-Auflösung, Punktwolken und 50cm-Höhenlinien bezogen werden.

• Webanwendung:

In der Webanwendung Laser- und Luftbildatlas können Schummerungen der aktuellen sowie historischen DGM und DOM eingesehen werden, außerdem können die Befliegungszeitpunkte der einzelnen Flugstreifen abgefragt werden.

Fragen, Anregungen und Bestellungen zum Tiris-Kostenersatz senden Sie bitte an geodatenbestellung@tirol.gv.at.


Informationen zur Technologie Laserscanning

Laserscanning ist eine verhältnismäßig junge Technologie, die in Tirol seit dem Jahr 2005 im Einsatz ist. Dabei werden vom Flugzeug oder Helikopter aus fächerartig Lichtimpulse ausgesandt. Die Richtung der einzelnen Lichtimpulse wird erfasst und die Entfernung zur nächsten reflektierenden Fläche (Erdoberfläche und darauf befindliche Objekte, wie Hausdächer, Vegetation, Autos, Menschen, Tiere...) anhand des Echos gemessen.

Durch die Verknüpfung mit der Lage und Orientierung des Flugzeugs entsteht eine 3D-Punktwolke mit einer Punktdichte von 1 Punkt/m² bis 8 Punkte/m² (abhängig von den Vergabeparametern).

Trifft der Lichtimpuls auf sehr kleinen oder linienartigen Objekten, wie Blätter, Äste, Hochspannungsleitungen oder am äußersten Rand von Objekten auf, wird zunächst nur ein Teil reflektiert. Der andere Teil pflanzt sich in der ursprünglichen Richtung fort und kann Echos von unterhalb gelegenen Objekten hervorrufen. Standardmäßig werden das erste und das letzte Echo aufgezeichnet. Der wesentliche Vorteil ist die dadurch mögliche Erfassung des durch Vegetation bedeckten Bodens (Waldbodens).

Laserpunkte können anhand von Algorithmen in verschiedene Punktkategorien klassifiziert werden – beispielsweise Bodenpunkte, Vegetationspunkte, Gebäudepunkte etc. Aus den Bodenpunkten wird das digitale Geländemodell (DGM), ein regelmäßiger Raster, berechnet. Das digitale Oberflächenmodell (DOM) wird aus Laserpunkten aller Klassen erzeugt. Die Auflösung von DGM und DOM beträgt landesweit mindestens 1 m, im Dauersiedlungsraum sind die Modelle größtenteils auch in einer Halbmeter-Auflösung verfügbar.

Über den Laser- & Luftbildatlas Tirol können die Schummerungen von DGM und DOM des aktuellen Datenstandes betrachtet werden, sowie die Befliegungszeitpunkte und Schummerungen der Einzelstreifen (DOM nur aus den Punkten des letzten Echos) abgefragt werden.