Monitoring

Theodolith
Spiegel
Theodolit
Spiegel

Die Abteilung Geoinformation betreibt in Tirol die verschiedensten automatischen Monitoringsysteme. Dabei kommen geodätische und geotechnische Messsysteme, GNSS-Messsysteme sowie Webcams zum Einsatz. In den letzten Jahren werden größere Rutschgebiete auch vermehrt über terrestrisches und Airborne-Laserscanning überwacht. Dabei ergänzen die Differenzmodelle aus den Laserscanmessungen die geodätisch und geotechnisch generierten Messergebnisse.

So wurde z. B. im Bereich des Zintlwaldes im Gemeindegebiet von Strengen das zwischen 2005 und 2010 installierte geodätische Überwachungssystem durch zwei GNSS-Stationen, die in Echtzeit Daten erfassen, ersetzt und bis Ende September 2018 betrieben.

Im Bereich des Bliggferners oberhalb des Gepatsch-Stausees wurden Webcams zur Überwachung der Massenbewegung aufgebaut. Über diese Webcams konnten die Bewegungen des Bliggferners bis Ende September 2018 beobachtet werden.

Beim Lahngang im Gemeindegebiet von Kappl wurden geotechnische Einrichtungen zur Beobachtung der Hangbewegungen installiert.

Im Zeitraum Juni - November 2013 wurde ein automatisches Messsystem im Gemeindegebiet von Finkenberg aufgebaut. Dabei wurde bei Grenzwertüberschreitungen die Landesstraße automatisch über eine Ampelregelung gesperrt. Andererseits diente das Messsystem zur Alarmierung der Bauarbeiter, die unterhalb der Massenbewegung zur Sicherung der Bewohner und der Landesstraße, eine Schutzdamm errichteten.

Aktuell werden in Tirol zwei Rutschgebiete und ein Felssturz automatisch überwacht.

Seit August 2013 wird die Kerschbaumsiedlung im Navistal automatisch überwacht. Dabei werden ca. 80 Gelände- und Objektpunkte stündlich gemessen.

Seit Mai 2016 werden im Bereich Vögelsberg im Gemeindegebiet von Wattens rund 49 Gelände- und Objektpunkte stündlich gemessen.

Seit Jänner 2018 wird das Felssturzgebiet im Valsertal geodätisch und geotechnisch überwacht und dabei stündlich Messergebnisse den Experten zur Verfügung gestellt.

Bei den drei letztgenannten Projekten kommen auch terrestrische Laserscanner zum Einsatz.

Neben diesen automatischen Messsystemen wird eine Vielzahl von kleineren Massenbewegungen in periodischen Abständen von unseren Vermessungsgruppen überwacht. Dabei kommen die modernsten Messgeräte zum Einsatz.

Hier kommen Sie zu den einzelnen Monitoringprojekten:

Lahngang

Kerschbaumsiedlung

Vögelsberg

Vals Felssturz