European Civil Protection

AKTUELL: EU Civil Protection Trainingskurse in Tirol

Seit Juni 2016 ist Tirol, gemeinsam mit dem Italienischen und Kroatischen Katastrophenschutz Mitorganisator und Mitveranstalter der sogenannten CMI (Community Mechanismus Induction) Trainingskursen. Jährlich finden in den nächsten vier Jahren, vier einwöchige Einführungskurse in das europäische Katastrophenschutz System in Innsbruck statt.

Internationale Hilfseinsätze mit Tiroler Beteiligung (B. Noggler):

  • EU-CP - Evaluierungseinsatz Georgien (Frühwarnsysteme) in den Jahren 2015 und 2016 (EU Peers Review Mission)
  • EU-CP - Gletschersturz/Murereignis in Georgien 2014 (Aufgabe: Teamleiter, Assessment)
  • EU-CP - Humanitäre Hilfe in Jordanien 2013 (Aufgabe: Teamleiter): Aufbau des neuen Camp Azraq welches für ca. 120.000 Flüchtlinge errichtet wurde - siehe Bericht in  derstandard.at (Juli 13) und  Landespressemeldung (Juli 13).
  • EU-CP - Humanitäre Hilfe in Jordanien/Syrien 2012 (Stellvertretender Teamleiter, Aufgaben: Assessment und Logistik) - Interview in  derstandard.at (Nov. 2012)
  • EU-CP - Humanitäre Hilfe in Tunesien/Libyen 2011 (Aufgaben: Information Management, Logistik)
  • EU-CP - Hochwasser in Pakistan 2010 (Aufgaben: Information Management/GIS, Logistik) - Interview in  derstandard.at
  • EU-CP - Erdbeben in Chile 2010 (Aufgaben: Assessment, Mapping)
  • EU-CP - Hochwasser in Namibia 2009 (Stellvertretender Teamleiter, Aufgaben: Mapping, Assessment Team Caprivi)
  • UNDAC/UN-OCHA - Hochwasser in Uganda 2008 (Augaben: Information Management, GIS) 
  • EU-CP - Hurricanes und tropische Wirbelstürme in Haiti 2008 (Aufgaben: Information Management, Mapping)
  • EU-CP - Hochwasser in Ecuador 2008 (Stellvertretender Teamleiter, Aufgaben: Information Management, Mapping, Assessment)

EU Civil Protection

EU Civil Protection

Ein wesentlicher Baustein der internationalen Vernetzung auf EU-Ebene ist das 2001 aktivierte „Gemeinschaftsverfahren zur Förderung einer verstärkten Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzeinsätzen“, auch als EU-Mechanismus bekannt. Der EU-Mechanismus soll dazu beitragen, den Einsatz der Katastrophenschutzdienste in einem schweren Notfall besser zu koordinieren.

Das Ziel dieses Mechanismus, an dem die 28 Mitgliedstaaten der EU sowie Norwegen, Island, Kroatien und Lichtenstein teilnehmen, liegt in der besseren Koordinierung der gemeinschaftlichen Hilfsmaßnahmen bei Natur-, Technologie- und Umweltkatastrophen. Dem Prinzip der europäischen Solidarität folgend, soll der Mechanismus immer dann aktiviert werden, wenn nationale Hilfsmaßnahmen eines Mitgliedstaates nicht ausreichend sind, um bei schweren Notfällen angemessen reagieren zu können. Im Anlassfall werden die Behörden im Katastrophengebiet in die Lage versetzt, rasch auf ein weit gespanntes Netz von Katastrophenschutzexperten und Einsatzteams in der Gemeinschaft zurückgreifen zu können. Damit wird im Ernstfall sichergestellt, dass die besten Kräfte aus der EU so schnell wie möglich in die betroffenen Gebiete geschickt werden können (Quellen: BM.I, THW, EC DG Humanitarian Aid & Civil Protection).

Europäischer Katastrophenschutz weitere Informationen


Weitere Tiroler Beitrage zum EU-Civil Protection:

Mehrere Mitarbeiter der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz konnten, beginnend im Jahr 2004, Kurse im Ausbildungsprogramm (Trainingsprogramm) des EU-Mechanismus besuchen.

  • Trainingkurse in Tirol: EURACARE & EURAMET
  • Trainings Coordination Meeting - Innsbruck/Tirol 2008 und 2014

UNDAC und UN-OCHA

UNDAC - Uganda 2008

Die Katastrophenerkundungs- und Koordinierungsteams der Vereinten Nationen (UNDAC, United Nations Disaster Assessment and Coordination) sind Gruppen von Spezialisten für Schnellerkundungen und Einschätzung von Katastrophen. Diese werden vom Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten ( OCHA) gestellt. Ein solches Team kann bei einer Katastrophe oder nach einem Hilfeersuchen schnell in die Krisenregion entsandt werden. Die UNDAC hat derzeit weltweit ca. 220 einsatzbereite Mitglieder, davon 6 Mitglieder aus Österreich.

Veranstaltung für UN-OCHA in Tirol:

  • Der 94te CmCoord Kurs (Civil-Militäry-Coordination / Zivil-Militärische Zusammenarbeit) fand vom 11. bis 15. Oktober 2009 in Telfs (Landesfeuerwehrschule) statt.

 

Kontakt für Tirol (EU CP und UNDAC):

Bernd Noggler, E-mail: bernd.noggler@leitstelle-tirol.at