Warn- und Alarmierungssystem

Funkstandort

Hierbei handelt es sich um ein digitales Alarmierungsnetz nach dem POCSAG- Standard (Post-Office-Code-Standard-Advisory-Group).

Beim Warn- und Alarmierungssystem (WAS) steht die schnelle und sichere Alarmierung der bei einem Ereignis benötigten Organisationen (Hilfskräfte) im Vordergrund. Das Alarmierungssystem ist für alle BOS (Feuerwehren, Hilfs- und Rettungsorganisationen) in Tirol zugänglich. Das System verfügt über eine Notstromversorgung für 48 Stunden und ist von anderen Netzen (Mobilfunk, Festnetz, Internet) völlig unabhängig. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Netzverfügbarkeit durch redundante Verbindungen, welche eine sichere Alarmierung der Einsatzkräfte auch bei Stromausfall und in Katastrophensituationen gewährleisten. Die BOS können flächendeckend, d.h. im ganzen Bundesland Tirol, über Textnachrichten auf Personenrufempfänger (POCSAG-Paging) aktiviert werden. Auch die für die Feuerwehralarmierung noch teilweise, für den Zivilschutz aber zwingend notwendige Sirenenauslösung (ca. 1.000 Sirenen) wird über diese Infrastruktur gesteuert.
Die Auslösung der Alarmierung erfolgt von zentraler Stelle aus. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei die  Leitstelle Tirol, weitere Auslösestellen sind die acht Bezirkszentralen (BZ) sowie die Landeswarnzentrale Tirol

Netzwerkmanagementsystem WAS
Netzwerkmanagement Infrastruktur WAS Tirol
Pager
Sirene

Eckdaten zum WAS:

  • Alarmierung ist organisationsübergreifend möglich, Alarmmeldungen der einzelnen BOS Organisationen (z.B.: FW, RK, WR) können aufeinander abgestimmt werden;
  • keine Fremdauslösungen der Sirenen nach derzeitigem Stand der Technik möglich;
  • flächendeckende stille Alarmierung (Pager);
  • offenes, unabhängiges, homogenes Alarmierungsnetz;

Technische Eckdaten zum WAS (Stand Jänner 2016):

  • 155 WAS Sendeanlagen
  • ca. 1000 Sirenen
  • ca. 13.000 Pager bei den BOS im Einsatz

Ausbauphasen:

  • seit 2013: Die Knotenpunkte aller Bezirke (Ingress) wurden über das neue digitale Richtfunknetz des Landes (KATRIFU) an die Leitstelle Tirol angebunden
  • seit 2012: Es wird in Ringen bzw. vordefinierten Zeitschlitzen ausgesendet. Diese Steuerung der Aussendung verringert Fehlauslösungen deutlich.
  • seit 2008: Alle Feuerwehren Tirols, die Bergrettung Tirol, die Wasserrettung Tirol, die Notarzthubschrauber Tirol, sowie das Rotes Kreuz sowie alle anderen Rettungsdienste in Tirol werden über das WAS Tirol alarmiert (Pager und/oder Sirenen)
  • 2008: Alle Zivilschutzsirenen werden über das WAS Tirol gesteuert. 
  • 2007: Flächendeckender Betrieb in Tirol (Sirenen und Pagersteuerung)
  • 2006: Ausbau der Bezirke IBK-Stadt, SZ und IL
  • 2006: Ausbau und Betrieb Bezirk KU
  • 2006: Ausbau und Betrieb Rettungs-/Notarzthubschrauber Standorte in Tirol
  • 2005: Ausschreibung, Vergabe, Detailplanung, Aufbau der technischen Infrastruktur; Ausschreibung am 06.05.05 ausgegeben, Systementscheidung und Auftragsvergabe
  • 2004:Gründung der Arbeitsgruppe, Vorbereitung der Ausschreibung
Funkstation

Download Broschüre: 10 Jahre WAS-Tirol (  WAS-Tirol_10-Jahre.pdf)


Organisationsübergreifende Pagernutzung (Mehrfachnutzung)

Für Mitglieder von mehreren Einsatzorganisationen ist es möglich alle Alarmierungen auf einen Pager zu erhalten. Die Programmierung von solchen Pagern erfolgt in der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz (Ausnahme: Doppelprogrammierungen von Feuerwehr- und Bergrettungsschleifen werden durch den Landesfeuerwehrverband durchgeführt).

Ablauf einer Doppelprogrammierung

  1. Ausfüllen der Einverständniserklärung durch die betreffenden Organisationen
    ( Pager-Mehrfachnutzung.pdf)
  2. Die Pagermatrix der zusätzlich zu programmierenden Organisation ist beizulegen
    (Feuerwehrschleifen sind in die FACT-Pagermatrix einzutragen)
  3. Pager mit den oben genannten Unterlagen per Post an die Abt. Zivil- und Katastrophenschutz senden bzw. in der Abteilung abgeben
  4. Pager wird programmiert und zurückgesandt bzw. kann wieder abgeholt werden