KSP+ (Katastrophenschutzplan plus)

Logo KSP+

Die Abt. Zivil- und Katastrophenschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung hat im Rahmen des Interreg IV Projektes RiMaComm das Konzept für die webbasierte Anwendung KSP+ (Katastrophenschutzpläne plus) erarbeitet und bereits alle vier Module dieser Anwendung umsetzen können. KSP+ wurde dabei als Basisanwendung für den Zivil- und Katastrophenschutz in Tirol konzipiert und dient im speziellen für die digitale Erstellung und Verwaltung der Katastrophenschutzplänen auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene in ihrer Gesamtheit, wie laut dem Tiroler Katastrophenmanagementgesetz und der Tiroler Katastrophenschutzplanverordnung vorgeschrieben. Mit der Anwendung KSP+, welche in vier Module aufgeteilt ist, können alle Bereiche zur Erstellung des Katastrophenschutzplanes wie die Bestandsaufnahme, die Erhebung der Gefahrenlagen, die Erhebung der Ressourcen und die Erstellung eines Maßnahmenkataloges abgedeckt werden. Ein Ampelsystem dient als Hinweis zu den rechtlichen Erfordernissen und als Anzeige des aktuellen Bearbeitungsstandes, sowie für zukünftige Aktualisierungen des Katastrophenschutzplanes.

Modul 1: Bestandsaufnahme (Basismodul)

Daten aus verschiedenen, bereits bestehenden Datenquellen werden für die Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und die Landesverwaltung so aufbereitet, dass die Arbeit der Dateneingabe für die Bestandsaufnahme des Katastrophenschutzplanes (KSP) auf ein Minimum reduziert wird. Mit „KSP+“ werden somit bereits vorhandene Daten optimal genutzt und Daten-Doppelgleisigkeiten vermieden. Damit stehen den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Katastrophenfall „mehr“ Informationen mit einer hohen Qualität zur Verfügung.

Modul 2: Gefahrenerhebung und Einschätzung

In allen Tiroler Gemeinden wurden im Rahmen eines Workshops die für den Katastrophenschutzplan relevanten Gefahrenlagen erhoben, digital verortet und diese einer Bewertung durch die Gemeindeeinsatzleitung unterzogen. Im Modul 2 von KSP+ werden diese Gefahren verwaltet, können damit aktualisiert und ergänzt werden. Zudem ist eine Verknüpfung mit Inhalten anderer Module von KSP+ möglich.  

Modul 3: Maßnahmenplanung und Checklistenmanagement

Über das Modul 3 Maßnahmenplanung ist es den Behörden möglich, die jeweiligen Maßnahmen zu einer Gefahr basierend auf dem Ergebnis der Gefahrenerhebung und Einschätzung zu planen. Gewisse Einzelmaßnahmen werden dabei bereits in einem Auswahlkatalog in Form einer Art Checkliste vorgeben – wie z.B. Evakuierung anordnen, Assistenzanforderung stellen, Hubschrauber für Erkundungsflug anfordern. Weiters ist es möglich, eigene Maßnahmeneinträge einzugeben, Dokumente hinzuzufügen oder Verlinkungen zu Objekten, Funktionen oder anderen Anwendungen einzufügen. Der Maßnahmenplan besteht aus einer Reihe an Checklisten, Verlinkungen zu den anderen Modulinhalten und Einzeleinträgen.

Modul 4: Abfrage- und Filterungsmöglichkeiten

Dieses Modul ermöglicht Filterungen und Abfragen speziell zu den Objekten, bereitgestellten Ressourcen sowie verlinkte Funktionen bzw. Personen. Die Ergebnisse können zur Datensicherung lokal abgespeichert werden. Ebenso ist es mit dem Modul 4 möglich, die Inhalte aus Modul 2/Gefahrenanalyse und Modul 3/Maßnahmenkatalog und Checklisten zu verschneiden und als Printversion zu sichern.  


Mit der Umsetzung der Anwendung KSP+ wird das Land seinem Auftrag als Dienstleister gerecht und ermöglicht allen Behördenebenen den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, sowie sich bestens auf Katastrophenereignisse vorzubereiten.

Für weitere Informationen und allfällige Fragen zu der Anwendung KSP+ steht Herr Ing. MBA Stefan Thaler, Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz beim Amt der Tiroler Landesregierung, Tel. Nr. 0512-508 2273, oder per E-Mail: stefan.thaler@tirol.gv.at, gerne zur Verfügung.