Alltags- und Freitzeitradverkehre

Das Radkonzept Tirol 2015 - 2020

Wunschlinien und Routenübersicht

Seit den 1970er-Jahren wurden in Tirol 35 Mio. Euro in das Radwegenetz investiert und die TirolerInnen sind spitze, wenn es ums Radfahren geht. Mit dem Tiroler Radkonzept und den zugehörigen Förderungen will das Land Tirol nun die Radinfrastruktur in den kommenden Jahren weiter kontinuierlich verbessern und ausbauen. Ziel ist, dass immer mehr Tirolerinnen und Tiroler auf das Rad aufsteigen, statt in das Auto einsteigen.

Das Tiroler Radkonzept ist aber auch ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der Energieziele des Landes „Tirol 2050 energieautonom“. Innerhalb einer Generation soll das Verkehrssystem auf umweltfreundliche und emissionsfreie Mobilität umgestellt werden. Dem Rad kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Jede zweite Autofahrt in Tirol ist kürzer als fünf Kilometer und daher ist das Potenzial für das Rad als alternatives Verkehrsmittel sehr groß. Mit bis zu 60 Prozent der Kosten für die Planung, Errichtung und Instandhaltung von regionalen und überregionalen Radwegen sowie touristischen Radwegverbindungen unterstützt das Land Tirol Gemeinden, Gemeindeverbände und Tourismusverbände.

Neben baulichen Infrastrukturmaßnahmen sind auch Verbesserungen bei der Anbindung des Radverkehrs an den öffentlichen Verkehr und die verstärkte Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in den Öffis geplant. Ausgebaut werden soll auch das Tiroler Leihradnetz. 

Das Land Tirol hat das Radkonzept zur Steigerung und Attraktivierung des Radverkehrs in Tirol erstellt. Damit soll einerseits der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs und den Anforderungen der Radfahrenden, zugleich aber auch den Intentionen verschiedener Richtlinien entsprochen werden, die eine vermehrte Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes erfordern.

Das Radkonzept wird in 3 Themenfelder untergliedert:

Themenfeld A: Infrastruktur
Themenfeld B: Radkultur
Themenfeld C: Organisation/Budget

Aufbauend auf die Ergebnisse der Mobilitätserhebung 2011 und die Erfahrungen des Mobilitätsprogramms 2008 – 2012 wurden die Steigerung des Radanteils an allen Wegen der Tiroler Bevölkerung und der Ausbau der Radinfrastruktur als Ziele definiert. Als Schlüsselmaßnahme mit besonderem Handlungsbedarf wurden von der Tiroler Landesregierung der Aus- und Aufbau eines übergemeindlichen Radwegenetzes für den Alltagsverkehr beschlossen und im Rahmen des Radkonzepts Tirol dem Themenfeld A – Infrastruktur zugewiesen.

Aufgabe dieses Themenfeldes sind insgesamt folgende Punkte:

A1 Die Definition von Qualitätskriterien von Radwegen unterschiedlicher Priorität
A2 Der Aufbau eines Landesradwegenetzes mit Wegen unterschiedlicher Priorität und unterschiedlichen Nutzungsansprüchen (Alltag, Freizeit)
A3 Verkehrssicherheit
A4 Beschilderung
A5 Abstellanlagen
A6 Der Betrieb und die Erhaltung der Radfahranlagen

In Vorbereitung dieser Arbeitspakete sind für den Alltags- und Freizeitverkehr die Erhebung des Bestands, die Definition von Qualitätskriterien von Radwegen (A1) sowie die Darstellung der Wunschlinien (A2) Gegenstand des vorliegenden Endberichts zum Themenfeld A.

 Das Radkonzept Tirol 

 

 Kategorisierung der Radrouten mit Qualitätskriterien
Im Radkonzept Tirol wurden die Radrouten in 6 Kategorien eingeteilt, wobei die Kategorien S, RI, RII und F den überregionalen bzw. regionalen und die Kategorien LI und LII den lokalen Radverbindungen zuzuweisen sind.

 Wunschlinien im Alltagsradverkehr
Die Wunschlinien bilden die Nachfrage nach einer Radinfrastruktur auf Basis des Mobilitätsverhaltens der Tiroler und Tirolerinnen an einem Werktag (=Alltagsradverkehr) in Form von Luftlinien zwischen Verkehrsbezirken (=Siedlungsschwerpunkten mit ca. 1000 EW) ab.

 Wunschlinien im Alltagsradverkehr (shape-file und dwg-file, EPSG-Code: 31254)

 

Nähere Informationen: